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Greenfield GF 413 Golfrasen Green Nr. 2 RSM 4.1.2

Artenzusammensetzung (nach Herstellerangabe): 85 % Rotschwingel (45 % Horstrotschwingel, 40 % Rotschwingel mit kurzen Ausläufern), 15 % Straußgras (15 % Flechtstraußgras).

Greenfield GF 413 Golfrasen Green Nr. 2 RSM 4.1.2
129,00 € *
Inhalt: 10 kg (12,90 € * / 1 kg)

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Gebindegröße:

  • 69412
  • 4011239302403
  • pflegearm, ausdauernd, nachsaatfähig
  • alle
  • 10
  • 20 g/m²
  • 500,0 m²
  • 0,26 EUR
  • gering
  • mittel
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Produktinformationen "Greenfield GF 413 Golfrasen Green Nr. 2 RSM 4.1.2"

Greenfield GF 413 Golfrasen Green Nummer 2 RSM 4.1.2.

GREENFIELD 413 GREEN NR. 2 – Optimale Nachsaat für Golfgreens

Die GREENFIELD 413 GREEN NR. 2 ist eine speziell entwickelte Golfgreen-Mischung, die sich perfekt für Nachsaaten eignet. Sie kombiniert die Vorteile von Flechtstraußgräsern mit den krankheitsresistenten Eigenschaften von Festuca-Arten, um eine optimale Start-Phase Ihres Greens zu gewährleisten.

Robustheit und Widerstandsfähigkeit für Ihr Grün

Gerade in der Start-Phase ist die Robustheit der Grasnarbe entscheidend. Diese Mischung fördert die Widerstandsfähigkeit und eignet sich hervorragend für Standorte, die höchste Ansprüche an die Belastbarkeit stellen.

Agrostis-stolonifera-dominantes Green

Mit der richtigen Düngung unterstützt die GREENFIELD 413 GREEN NR. 2 Mischung die Entwicklung eines dichten Grüns, in dem Agrostis stolonifera dominant ist, und sorgt somit für erstklassige Spielbedingungen.

Ihr Weg zu einem perfekten Golfplatz

Vertrauen Sie auf GREENFIELD 413 GREEN NR. 2 für eine schnelle und effektive Nachsaat. Bestellen Sie jetzt und erleben Sie, wie Ihre Golfgreens in Qualität und Spielkomfort neue Maßstäbe setzen.

Die Rasensamen-Mischung besteht vorzugsweise aus krankheitsresistenten Festuca-Gräsern sowie einem Anteil von Flechtstraußgras. Letzteres ist besonders dichtwachsend und begrünend sowie überaus tiefschnittverträglich. In Kombination mit dem ebenfalls tiefschnittverträglichen Schwingel-Gräsern ergibt sich eine sehr belastbare und dichte Grasnarbe. Perfekt für einen Golfplatz.

Die Mixture ist sowohl für Golf- als auch für Putting-Greens hervorragend geeignet.

Neben der Einsaat als Neuanlage einer Fläche sind die Rasensamen auch als Nachsaat ideal einzusetzbar.

Folgende Vorteile hat die Greenfiled GF 413 Golfrasen - Mischung Green No. 2 nach RSM 4.1.2.:

  • Einsatzort/Standort: Golf Greens und Putting Greens
  • Pflegeaufwand: weniger intensiv
  • Belastbarkeit/Bespielbarkeit: gut
  • Schnitthöhe: 3 - 4 mm
  • Saatmenge: 20 Gramm je m² (als Nachsaat 15 Gramm je m²)
  • Fläche: ausreichend für circa 500 Quadratmeter
  • Kultur: Golfrasen - Mischung

Folgende Bestandteile wurden in der Rasensamen - Mischung des Greenfield Golfrasens GF 413 Green Nr 2 verwendet:

  • Horstrotschwingel (45 %)
  • Rotschwingel mit kurzen Ausläufern (40 %)
  • Flechtstraußgras (15 %)
Regelsaatgutmischung: ja
Tiefschnittrasen: ja
Reichweite in m²: 330
Belastbarkeit: mittel bis hoch
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Hersteller "Greenfield"

Details zur Produktsicherheit:

Verantwortliche Person für die EU

Verantwortlich für dieses Produkt ist der in der EU ansässige Wirtschaftsakteur:

Feldsaaten Freudenberger GmbH & Co. KG

Magdeburger Straße 2 | 47800 Krefeld

Telefon: +49 2151 / 4417-0

Fax: +49 2151 / 4417-433

info@freudenberger.net

www.freudenberger.net

 

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Zusammensetzung nach Arten
Sortendetails werden gerade ergänzt

Die genaue Sortenzusammensetzung dieser Mischung pflegen wir gerade nach - sobald uns die aktuelle Charge vorliegt, ergänzen wir hier die einzelnen Sorten. Die unten dargestellte Artenzusammensetzung entspricht den Herstellerangaben.

In diesem Bereich finden Sie Details zur Zusammensetzung der angebotenen Rasenmischung, unterteilt nach Arten und Sorten. Als derzeit einziger Anbieter, verknüpfen wir von www.rasensamen-kaufen.de die enthaltenen Gräsersorten mit den Ergebnissen der Rasenprüfung des Bundessortenamts. Klicken Sie hier um mehr darüber zu erfahren woher diese Daten kommen und was Sie bedeuten.

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Rasenmischungen werden in den allermeisten Fällen als Zusammensetzung verschiedener Sorten, ein- oder mehrerer Arten angeboten.

Arten sind unterschiedliche Gräser, z.B. Lolium Perenne (Deutsches Weidelgras) und Poa pratensis (Wiesenrispe).
Jede Art, verfügt über einige charakteristische Eigenschaften, wie z.B. der schnelle Wuchs und die hohe Strapazierfähigkeit von Lolium perenne.

Sorten sind die unterschiedlichen Züchtungen innerhalb einer Art, so gibt es z.B. mehr als 100 zugelassene Sorten der Art Lolium perenne.

Die Sorten einer Art teilen sich somit die grundsätzlichen Eigenschaften der Art, unterscheiden sich aber im Detail und abhängig vom Züchtungsziel teils stark voneinander. Diese Züchtungsziele können z.B. sein:

  • besonders helle, oder besonders dunkle Färbung.
  • hohe Blattfeinheit und Narbendichte.
  • besonders hohe Strapazierfähigkeit für den Einsatz in Sportrasen.
  • langsamer Wuchs bei hohem Deckungsgrad für den Einsatz im Landschaftsrasen.
  • und viele mehr. 

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In Deutschland übernimmt diese Aufgabe das Bundessortenamt (BSA)

Das Bundessortenamt ist zuständig für die Erteilung von Sortenzulassungen und Sortenschutz. Vereinfacht gesagt: wer in Deutschland eine neue Sorte Saatgut in Verkehr bringen möchte, muss hierzu eine Sortenzulassung vom Bundessortenamt erlangen. Damit eine neue Sorte zugelassen wird, muss die neue Sorte Verbesserungen gegenüber bestehender Sorten aufweisen können, andernfalls wird sie nicht zugelassen.

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Das Bundessortenamt nimmt hierzu alle 2 Jahre eine Reihe von Prüfungen von Rasengräsern vor und veröffentlicht die Ergebnisse in der "Beschreibenden Sortenliste Rasengräser".
Die Gräser werden dabei auf verschiedene Kriterien getestet und auf einer Skala von 1- 9 bewertet, wobei hohe Werte die wünschenswerten Ausprägungen bedeuten.

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Die in den folgenden Gruppen getesteten Raseneigenschaften sind im wesentlichen immer die gleichen, der Unterschied liegt in der Art der Nutzung.

Zur Verdeutlichung: Die Narbendichte einer Sorte kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem ob sie kaum (im Landschaftsrasen), regelmäßig (im Gebrauchsrasen) oder stark (im Strapazierrasen) bzw. unter Tiefschnittbedingungen belastet und gepflegt wird.

  • Prüfung auf Gebrauchsraseneignung
    Alle Rasengräser werden dieser Prüfung unterzogen.
     
  • Ergänzende Prüfung auf Strapazierraseneignung
    Getestet werden nur die grundsätzlich für die Strapazierrasennutzung geeigneten Arten.
     
  • Tiefschnittraseneignung
    Getestet werden nur die grundsätzlich für den Tiefschnitt geeigneten Arten.
     
  • Ergänzende Prüfung auf Landschaftsraseneignung
    Getestet werden die meisten, wenn auch nicht alle Arten.

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Anhand der erzielten Rasenbewertungen, leitet das Bundessortenamt nun je nach Gruppe die sogenannten Eignungen ab.
Bei den Bewertungen der Eignungen, wird zudem die Art der getesteten Sorte berücksichtigt, da einige Arten per se besser für z.B. Strapazierrasen geeignet sind als andere.

  • Eignung im Gebrauchsrasen (und Eignung im Zierrasen). 
  • Eignung im Strapazierrasen
  • Eignung im Landschaftsrasen
  • Eignung im Tiefschnittrasen

Die erreichten Eignungen sind zum einen natürlich von großer Bedeutung für den Züchter, aber auch für den interessierten Verbraucher interessant.

So sehen die Vorgaben bei Regelsaatgutmischungen bestimmte Mindesteignungen je Art vor, in einer Regelsaatgutmischung 2.3 - Gebrauchsrasen Spielrasen, müssen Beispielsweise mindestens 2 Sorten Lolium perenne enthalten sein, wovon eine mindestens die Gebrauchsraseneignung 6, die andere mindestens die Gebrauchsraseneignung 7 aufweisen muss.

Besonders erfolgreiche Züchtungen, also Sorten die viele wünschenswerte Eigenschaften und hohe Eignungsbewertungen miteinander verbinden, sind natürlich dementsprechend hochpreisiger. Wenn Sie sich also schon mal gefragt haben, woher die Preisunterschiede bei Rasensamen kommen, oder "warum das Gras auf der anderen Seite immer etwas grüner ist",  - die Antwort liegt zumeist in den verwendeten Sorten.

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45% 40% 15%
45% Horstrotschwingel Festuca rubra commutata
40% Rotschwingel mit kurzen Ausläufern Festuca rubra trichophylla
15% Flechtstraußgras Agrostis stolonifera
Zusammensetzung nach Arten
85% Rotschwingel

Der Rotschwingel gehoert zu den drei tragenden Rasengraesern im deutschen Markt und ist die feinblättrigste der drei Leitarten. Die Besonderheit liegt in der Bandbreite seiner Unterarten: vom dichthorstigen, ausläuferlosen Festuca rubra commutata über den kurzausläuferbildenden Festuca rubra trichophylla bis zum lang ausgeprägt rhizombildenden Festuca rubra rubra deckt die Art ein ungewoehnlich breites Anwendungsspektrum ab. Die zentrale Einschränkung: Die Trittfestigkeit liegt unter der des Deutschen Weidelgrases, für reine Stadionrasen ist die Art daher nicht die Hauptkomponente.

Eingesetzt wird der Rotschwingel überall dort, wo eine feine Narbe und eine pflegearme, trockenheitsvertraegliche Komponente gefragt sind: Zier- und Sichtrasen, Golfrasen einschließlich Greens, Tees und Fairways, Gebrauchsrasen in Mischung mit Wiesenrispe und Weidelgras, Landschaftsrasen sowie Kraeuter- und Blumenwiesen. Auch im lichten Halbschatten unter Baeumen behauptet er sich gut, im dichten Baumschatten oder auf dauerhaft staunassen Mulden ist er weniger geeignet. Optisch zeigt er ein sehr feines, oft borstig schmales Blatt mit mittel- bis dunkelgrüner Farbe, barfusstauglich und im Schnitt angenehm weich.

Die Pflege ist anspruchsarm: Schnitt alle 7 bis 14 Tage auf 2,5 bis 5 cm (Zierrasen tiefer, Gebrauchs- und Landschaftsrasen höher), Mähroboter werden problemlos vertragen. Der Nährstoffbedarf ist gering bis mittel, eine Gabe im Frühjahr und eine im Spätsommer reichen aus, Überdüngung fördert Filzbildung. Wasserbedarf gering, bewässert wird selten und dafür durchdringend - die Art ist eines der trockenheitstolerantesten gaengigen Rasengraeser. Typischer Anlege-Fehler: zu reichliche Stickstoff-Düngung im Sommer, die zu Filz und Pilzanfaelligkeit führt. Erster Schnitt etwa 5 bis 7 Wochen nach der Aussaat bei 8 bis 10 cm Bestandshöhe, vorsichtige Begehung nach rund 6 bis 8 Wochen, voll trittfest in Mischung nach etwa 4 bis 5 Monaten.

Keimdauer ca. 10-18 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 10-12 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 2,5-5 cm.

Festuca rubra
45% Horstrotschwingel

Der Horstrotschwingel ist die feinblättrigste der drei Rotschwingel-Unterarten und der klassische Spitzenrasen-Vertreter der Gruppe. Wuchsform: strikt horstig, ohne jegliche Ausläuferbildung, mit borstig feinen, dunkelgrünen Blättern. Durch den extrem dichten Horstwuchs erzeugt er eine außerordentlich dichte, gleichmäßige Rasennarbe und ist ausgeprägt tiefschnittvertraeglich. Die zentrale Einschränkung: Da er keine Ausläufer bildet, kann er Trittschäden nicht selbst schließen - Kahlstellen müssen nachgesaet werden, und die Regenerationsfähigkeit liegt deutlich unter der des Ausläuferrotschwingels.

Eingesetzt wird er mit hohen Anteilen vor allem in Zierrasen- und Golfrasen-Mischungen für Greens, Tees, Approaches und Spielbahnen, oft in Kombination mit Festuca rubra trichophylla und Agrostis capillaris. In geringeren Anteilen ist er auch in Gebrauchs- und Landschaftsrasen vertreten. Weniger geeignet ist er für schwere Stadion-Trittbelastungen und für hochwasserversorgte, überdüngte Standorte, weil dort konkurrenzstärkere Arten ihn schnell verdraengen. Optisch zeigt er eines der feinsten Blätter der gaengigen Rasengraeser und einen tiefdunklen, samtigen Rasenton, barfusstauglich und im Schnitt sehr angenehm.

Die Pflege passt zur Spitzenrasen-Verwendung: Schnitt alle 5 bis 10 Tage auf 2 bis 4 cm im Zierrasen, im Golfbereich tiefer. Mähroboter werden problemlos vertragen. Nährstoffbedarf gering bis mittel, Überdüngung fördert Filzbildung und Pilzanfaelligkeit, im Zierrasen reichen zwei Düngergaben pro Jahr. Wasserbedarf gering, bewässert wird selten und durchdringend. Typischer Anlege-Fehler: Verwendung in stark belasteten Spielrasen mit der Erwartung an die Regenerationsleistung der Wiesenrispe - der Horstrotschwingel ist eine Optik- und Tiefschnitt-Komponente, keine Strapazier-Art. Erster Schnitt etwa 5 bis 7 Wochen nach Aussaat, vorsichtige Begehung nach rund 6 bis 8 Wochen, voll etabliert in Mischung nach etwa 4 bis 5 Monaten.

Keimdauer ca. 10-18 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 10-12 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 2-4 cm.

Festuca rubra commutata
40% Rotschwingel mit kurzen Ausläufern

Der Rotschwingel mit kurzen Ausläufern steht im Wuchsverhalten zwischen dem reinen Horstrotschwingel und dem lang-rhizombildenden Ausläuferrotschwingel. Wuchsform: feinblättrig, mit kurzen unterirdischen Ausläufern (Rhizomen), die einen langsamen, aber kontinuierlichen Lueckenschluss ermöglichen. Die zentrale Einschränkung: Bei hohem Mischungsanteil und reichlicher Düngung neigt er zu stärkerer Filzbildung, was im professionellen Bereich durch Vertikutieren und Sanden ausgeglichen werden muss.

Eingesetzt wird er mit hohen Anteilen vor allem in Golfrasen-Mischungen für Greens, Approaches und Fairways sowie in Zierrasen, vereinzelt auch in salzbelasteten Gebrauchs- und Landschaftsrasen entlang von Strassen. Die im Vergleich zu den Schwester-Unterarten erhöhte Salztoleranz macht ihn für kuestennahe Lagen sowie für Flächen mit Streusalzbelastung besonders interessant. Auch die Schattenvertraeglichkeit ist etwas höher als beim Horstrotschwingel. Weniger geeignet ist er für stark trittbelastete Stadionrasen und für überdüngte Hausgartenrasen, in denen die Filzbildung schnell zum Problem wird. Optisch zeigt er ein feines, dichtes Blatt in mittel- bis dunkelgrüner Farbe.

Die Pflege ist anspruchsvoller als beim Ausläuferrotschwingel: Schnitt alle 5 bis 10 Tage auf 2,5 bis 4 cm, regelmäßiges Vertikutieren ein- bis zweimal pro Jahr ist sinnvoll, um die Filzbildung zu kontrollieren. Mähroboter werden problemlos vertragen. Nährstoffbedarf mittel, Wasserbedarf gering bis mittel. Typischer Anlege-Fehler: Überdüngung mit Stickstoff im Sommer, die Filz und Pilzanfaelligkeit fördert. Erster Schnitt etwa 5 bis 7 Wochen nach Aussaat, voll etabliert in Mischung nach etwa 4 bis 5 Monaten.

Keimdauer ca. 10-18 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 10-12 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 2,5-4 cm.

Festuca rubra trichophylla
15% Straußgras

Die Straussgraeser der Gattung Agrostis sind die feinblättrigsten und am tiefsten schneidbaren Rasengraeser des gaengigen Sortiments und gelten unter Greenkeepern als Spitzenklasse für die höchsten optischen und spieltechnischen Anspruechen. Gemeinsam ist allen Arten der Gruppe ein hell- bis graugrünes, sehr feines Blatt und je nach Art entweder ober- oder unterirdische Ausläufer, mit denen sie eine außerordentlich dichte Narbe ausbilden. Im Gegenzug stellen sie hohe Anforderungen an Wasser, Düngung, Vertikutieren und Topdressing - Filzbildung und Pilzanfaelligkeit sind die typischen Pflegeprobleme.

Die wichtigsten Arten im Überblick: Das Flechtstraussgras (Agrostis stolonifera) bildet kräftige oberirdische Stolonen und gilt als das tiefschnittvertraeglichste aller Rasengraeser - auf Golf-Greens wird es teilweise unter 5 mm Schnitthöhe gepflegt. Das Rote Straussgras (Agrostis capillaris) bildet kurze unterirdische Rhizome, ist deutlich anspruchsloser als das Flechtstraussgras und auch in Landschaftsrasen und auf etwas mageren Standorten einsetzbar. Das Hundsstraussgras (Agrostis canina) ist auf saure, feuchte, nährstoffarme Boeden spezialisiert und bildet eine sehr feine, etwas weiche Narbe - eingesetzt vor allem auf Spezial-Greens und in Moor-naehen.

Pflegerisch sind die Arten der Gruppe nur für den professionellen Bereich oder den ambitionierten Hausgartner sinnvoll: Schnitt auf 5 bis 15 mm im Greenkeeping-Bereich, im Hausgarten auf 1,5 bis 2,5 cm. Mähroboter werden nur bei sehr gleichmäßigen Flächen empfohlen. Nährstoffbedarf ist hoch, Wasserbedarf ebenfalls hoch, regelmäßiges Vertikutieren und Topdressing sind Pflicht. Im klassischen Hausgartenrasen ist die Verwendung daher die Ausnahme, nicht die Regel.

Wuchsform: feinblättrig, ober- oder unterirdische Ausläufer. Hell- bis graugrüne Narbe, sehr tiefschnittvertraeglich.

Agrostis
15% Flechtstraußgras

Das Flechtstraussgras ist das tiefschnittvertraeglichste Rasengras überhaupt und der absolute Spezialist für Golf-Greens auf Spitzenniveau. Wuchsform: ausgeprägte oberirdische Stolonen, an deren Knoten Wurzeln und Blattbueschel gebildet werden, sehr feinblättrig, in der Narbe meist hell- bis graugrün. Die zentrale Einschränkung: Der Pflegeaufwand ist hoch, die Art neigt durch die oberirdischen Stolonen sofort zu starker Filzbildung, ist anfaellig für Pilzkrankheiten wie Dollar Spot und Schneeschimmel und unter Tiefschnitt-Bedingungen besonders empfindlich gegen Trockenstress.

Eingesetzt wird die Art fast ausschließlich in Golfrasen-Mischungen für Greens und in den feinsten Zierrasen-Mischungen, in denen Schnitthöhen von 5 mm und darunter gefahren werden. In klassischen Hausgartenrasen, Sport- und Stadionrasen ist sie nicht sinnvoll vertreten. Sie benoetigt eine stetige Wasserversorgung sowie ausreichend Nährstoffe (Jahres-Stickstoffbedarf rund 20 g pro Quadratmeter auf Greens), eine intensive Pflege mit Vertikutieren, Topdressing und regelmäßigem Fungizid-Management ist Voraussetzung für den dauerhaften Erfolg. Optisch zeigt die Art eine außerordentlich dichte, gleichmäßig hellgrüne Narbe, die unter Tiefschnitt-Pflege eine spielfertige Putting-Oberfläche bildet.

Die Pflege ist ausschließlich für professionelle Greenkeeper oder hochambitionierte Hausgartner machbar: Schnitt täglich oder zumindest alle 2 bis 3 Tage auf 3 bis 5 mm im Greenbereich, im Hausgarten-Zierrasen auf 1 bis 2 cm. Mähroboter sind nur bei perfekt gleichmäßigen Flächen sinnvoll, üblich sind Spezialmäher mit Spindelschneidwerk. Nährstoffbedarf hoch, Wasserbedarf hoch, Vertikutieren und Topdressing mehrfach pro Saison. Typischer Anlege-Fehler: Verwendung in regulaeren Hausgartenrasen mit normaler Pflege - der Bestand wird binnen einer Saison von Filz und Pilzkrankheiten überwuchert. Erster Schnitt etwa 4 bis 6 Wochen nach Aussaat, vorsichtige Begehung nach rund 6 bis 8 Wochen, voll etabliert nach etwa 3 bis 4 Monaten unter Profi-Pflege.

Keimdauer ca. 12-20 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 12-15 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 5 mm bis 2 cm.

Agrostis stolonifera
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Gewichtete Mittelwerte der wichtigsten Eigenschaften dieser Gebrauchsrasenmischung

Quelle: Bundessortenamt (BSA)
Alle Angaben ohne Gewähr.