Informationen zu Regelsaatgutmischungen

Regel-Saatgut-Mischungen - Informationen


Bevor der neue Rasen gesät wird, muss sich der Gärtner Gedanken über den Verwendungszweck des Rasens machen.
 

Zudem müssen die Bodenverhältnisse geprüft, die Grunddüngung sichergestellt, das Saatbett vorbereitet und der Ansaatzeitpunkt ermittelt werden.

Zuvor muss sich für eine der verschiedenen Regel-Saatgut-Mischungen entschieden werden, denn abhängig von der Nutzung wird zwischen diversen Rasentypen unterschieden.


Überblick einiger Rasengräser:
 

  • Lolium perenne: Ausdauerndes Weidelgras
  • Poa pratensis: Wiesenrispe
  • Agrostis stolonifera: Weißes Straußgras
  • Agrostis capillaris: Rotes Straußgras
  • Festuca nigrescens: Horst-Rot-Schwingel
  • Festuca trichophylla: Haarblättriger Schwingel


 

Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e. V.: Erstellt Regelwerk für Regel-Saatgut-Mischungen

Die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e. V., kurz FLL ist dafür zuständig, die Regel-Saatgut-Mischungen zu definieren. Im Regelwerk gibt es 410 Rasensorten. Am häufigsten ist das Deutsche Weidelgras mit 135 Sorten vertreten. Für die FLL engagieren sich rund 500 Wissenschaftler, Vertreter von Behörden und Sachverständige ehrenamtlich.


Der Verein erhält keine öffentlichen Zuschüsse und gliedert sich in 35 Mitgliederverbänden auf. Die FLL beschäftigt sich nicht ausschließlich mit der Rasenpflege sondern besitzt insgesamt 59 Fachgremien, welche in 14 Kategorien zusammengefasst werden können.

Warum Regel-Saatgut-Mischungen?
Der Gesetzgeber schreibt keine Etikettierung der Saatgutmischungen vor. Durch die Regel-Saatgut-Mischung erhält der Käufer eine Gewähr auf das erstandene Produkt. Gegenüber einer günstigen Mischung sind die RS-Mischungen von höherer Reinheit und Eignung. Die Vorgaben zur Mindestkeimfähigkeit sind ebenfalls höher.
 

OberkategorieUnterkategorie (Rasentyp)
RSM 1 •   RSM 1.1.1 Zierrasen Edel
•   RSM 1.1.2 Zierrasen Fein
RSM 2 •   RSM 2.1 Gebrauchsrasen Standard (seit 2005 nichtmehr im RSM-Programm aber noch im Handel verfügbar)
•   RSM 2.2 Gebrauchsrasen in Trockenlagen
•   RSM 2.2.2 Gebrauchsrasen in extremen Trockenlagen
•   RSM 2.3 Spielrasen Gebrauchsrasen
•   RSM 2.4 Gebrauchsrasen mit Kräutern
RSM 3 •   RSM 3.1 Sportrasen Neuanlage Sportstätten
•   RSM 3.2 Sportrasen Regeneration
RSM 4 •   RSM 4.1 Golfrasen Grün
•   RSM 4.2 Golfrasen Vorgrün
•   RSM 4.3 Golfrasen Abschlag
•   RSM 4.4 Golfrasen Spielbahn
•   RSM 4.5 Golfrasen Halbrauh / Semirough
•   RSM 4.6 Golfrasen Verbindungswege
RSM 5 •   RSM 5.1 Parkplatzrasen
RSM 6 •   RSM 6.1 Extensive Dachbegrünung
RSM 7 •   RSM 7.1.1 Landschaftsrasen Standard ohne Kräuter
•   RSM 7.1.2 Landschaftsrasen Standard mit Kräutern
•   RSM 7.2.1 Landschaftsrasen in Trockenlagen ohne Kräuter
•   RSM 7.2.2 Landschaftsrasen in Trockenlagen mit Kräutern
•   RSM 7.3.1 Landschaftsrasen in Feuchtlagen ohne Kräuter
•   RSM 7.4.1 Landschaftsrasen im Halbschatten ohne Kräuter
RSM 8

•   RSM 8.1.1 Artenreiches Biotop
•   RSM 8.1.2 Biotopmischung für magere Standorte
•   RSM 8.1.3 Biotopmischung für besonders magere Standorte
•   RSM 8.1.4 Biotopmischung Schatten und Halbschatten-lagen

Tabelle: Die DIN 18 917 (Rasen und Saatarbeiten) definiert die unterschiedlichen Rasentypen.

 

Oberkategorie (Rasentyp)Pflegeanspruch
RSM 1 hoch bis sehr hoch
RSM 2 sehr gering bis hoch
RSM 3 mittel bis hoch
RSM 4 mittel bis sehr hoch
RSM 5 gering bis mittel
RSM 6 gering
RSM 7 gering

Tabelle: Die beliebtesten Rasentypen sind der Zierrasen (RSM 1), Gebrauchsrasen (RSM 2), Strapazierrasen (RSM 3 bis RSM 5) und Landschaftsrasen (RSM 7).

 

Die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e. V. veröffentlicht jährlich in einer Broschüre mit den Namen Regel-Saatgut-Mischungen Rasen die Regelwerte der verschiedenen Gräseranteile. Wie der Rasen gesät werden sollte und was es zu beachten gibt, wird in der DIN-Norm 18917 erklärt.

Quelle: Statista (Premium Account)