Was Sie mit einem Lehmboden tun sollten

Rasen kann nur so gut gedeihen, wie der Untergrund ist, auf dem er wächst. Ist der Boden ungeeignet, dann bleibt der Rasenwuchs spärlich und unregelmäßig und die Rasenfläche ist nur schwer oder gar nicht zu nutzen. Lehmboden ist ein solcher Untergrund, der Rasenpflanzen vor verschiedene Aufgaben stellt. Wer schon einmal in guter Hoffnung Rasensamen auf einem Lehmboden ausgebracht hat, der kennt die vielen Probleme und das unschöne Resultat.

Die gute Nachricht jedoch: Dagegen lässt sich etwas unternehmen! Lehmböden lassen sich auf verschiedene Art verbessern, sodass auch hier saftige grüne Flächen entstehen kennen. Dabei sollte man jedoch das ein oder andere bedenken.

Warum wächst Rasen auf Lehmboden so schlecht?

Für das schlechte Wachstum von Rasen auf Lehmboden gibt es verschiedene Gründe. Einer davon ist die besonders hohe Dichte von Lehmböden. Obwohl Lehmböden Wasser grundsätzlich recht gut speichern können, dauert es einige Zeit bis der Boden das Nass aufnehmen kann.

In dieser Zeit sammelt es sich an der Oberfläche und bildet mitunter kleinere und größere Pfützen. Allgemein wird dieses Phänomen als Staunässe bezeichnet. Das Problem ist, dass das Wasser den Graspflanzen die Sauerstoffversorgung kappt und diese so geschädigt werden, oder sogar eingehen. Auch Luft kommt nur schwer in den kompakten Boden. Sauerstoff ist jedoch wichtig für die Graspflanzen und die vielen kleinen Tiere im Boden, die ebenfalls dafür sorgen die Bodenqualität zu verbessern.

In längeren Trockenphasen wird Lehmboden dann knüppelhart und rissig. Lehmböden sind also aus verschiedenen Gründen eine echte Herausforderung für Rasenpflanzen.

Wie kann man Lehmboden verbessern?

Die Probleme sind klar. Lehmboden ist zu dicht und bietet zudem nicht ausreichend Nährstoffe. Deshalb sollte er aufgelockert werden und mit wichtigen Nährstoffen und Mineralien angereichert werden.

Die Dichte von Lehmböden kann man verringern, indem man Sand untermischt. Am besten tut man dies direkt nach dem Vertikutieren. Dann ist die oberste Schicht aufgelockert und der Sand kann verteilt und anschließend mit einem Rechen oder Besen eingearbeitet werden. Außerdem ist Sand ein sehr schlechter Wasserspeicher, sodass Staunässe in Zukunft besser versickern wird.

Außerdem sollte der Boden mit Kompost- oder Humuserde aufgebessert werden. Diese schafft ebenfalls Hohlräume und lockert den Boden, und führt dem Untergrund zudem noch wichtige Nährstoffe zu, die der Rasen dringend braucht.

Die Verbesserung von Lehmböden ist jedoch leider keine einmalige Angelegenheit. Deshalb sollte der Boden in regelmäßigen Abständen immer wieder mit Sand und Humuserde angereichert werden, damit er langfristig seine Struktur und Zusammensetzung ändert.

Für besonders hartnäckige Fälle

Mit der oben beschrieben Vorgehensweise kann man bereits sehr viele Boden nachhaltig verbessern und so einen geeigneten Untergrund schaffen, auf dem auch Rasen dann prächtig grünt. Für Härtefälle, in denen sich aber auch damit nichts erreichen lässt, gibt es noch die Option einen Lehmboden mit einer Schicht qualitativ hochwertiger Erde zu bedecken und anschließend geeigneten Rollrasen auszulegen.

Das ist jedoch natürlich sehr viel kostenintensiver und eine Garantie auf Erfolg gibt es auch hierbei leider nicht.

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