Regelmäßig Rasen sprengen – Helfen Sie Ihrem Garten durch die heiße Jahreszeit

Zum Thema Rasen sprengen haben wir in den vergangenen Tagen und Wochen sehr viele Anfragen erhalten. Verständlich! Das Wetter ist sonnig und warm – teilweise sogar heiß. Doch leider lässt uns wieder einmal die Regen im Stich. Hier gilt es nun den Regengott im eigenen Garten zu spielen. Denn ohne Rasen sprengen wird Ihr Rasen Sie leider sehr schnell verlassen.

Warum sollten Sie den Rasen sprengen?

Damit die Rasenpflanzen wachsen können, brauchen Sie unter anderem Wasser. Haben Sie im Frühjahr gedüngt, sind ausreichend Nährstoffe vorhanden. Wärme und Licht sind auch dieses Jahr wieder ausreichend vorhanden. Nur das mit dem Wasser klappt zumindest auf natürliche Art und Weise noch nicht. Hier müssen Sie als Gartenliebhaber selbst nachhelfen.

Gerade jetzt im Sommer ist die Rasenbewässerung aber auch die Bewässerung der Pflanzen eine elementar wichtige Aufgabe. Ohne Wasser werden Ihnen die Pflanzen eingehen. Und die hässlichen braunen Flecken vom vergangenen Jahr will sich mit Sicherheit keiner mehr im Garten anschauen.

Also, her mit dem Rasensprenger, der auch als Regner bekannt ist. Dieses wundervolle Geräte erhalten Sie sowohl online in den bekannten Shops als auch in jedem gut sortierten Baumarkt.Dabei gibt es verschiedene Modelle. Einige rotieren und bewässern große Flächen. Vierecksregner beispielsweise besonders gut kleinere, rechteckige Bereiche geeignet.

Was richtig ist, müssen Sie entscheiden und hängt davon ab, wie Ihr Grundstück geschnitten ist. Natürlich können Sie die Pflanzen gemeinsam mit dem Rasen bewässern.

Ist es möglich auch bei Hitze den Rasen grün zu erhalten?

An dieser Stelle gilt wieder einmal: Es kommt drauf an! Grundsätzlich ist es möglich, wenn die Rasenpflanzen ausreichend Wasser, Nährstoffe, Wärme und Licht haben. Wenn Sie dafür Sorge tragen und die Temperaturen nicht zu hoch sind, dann ist das zweifelsfrei möglich.

Für diesen Erfolg ist allerdings einiges an Disziplin notwendig. Schließlich müssen Sie dafür sorgen, dass immer ausreichend Wasser im Boden vorhanden ist. Damit das erreicht werden kann, sind vor allem die folgenden Informationen wichtig:

  • Wie durchlässig ist Ihr Boden?
  • Wie viel Wasser kann dieser speichern?
  • Wie viel Feuchtigkeit geht über den Tag „verloren“?

Wir möchten an der Stelle etwas genauer darauf eingehen, was die Antwort der einzelnen Fragen bedeutet. Hiervon hängt letztlich ab, ob es gelingt für eine ausreichenden Rasenbewässerung sorgen zu können.

Wie durchlässig ist der Boden?

Beim Rasen sprengen wird Wasser mit Hilfe eines Regner auf der Fläche verteilt. Durchlässige Böden sind dafür bekannt, dass sie wenig Wasser speichern. Entsprechend fließt das frische Wasser vom Rasen sprengen sehr schnell durch die obersten Erdschichten.

Die Wurzeln der Pflanzen können einmal kurz trinken, aber der Bedarf kann keinesfalls gedeckt werden. Ein durchlässiger Boden im Garten erfordert beim Rasen sprengen eine andere Methode als beispielsweise normale und undurchlässige Böden.

Damit die Pflanzen möglichst viel Wasser erhalten können, raten Experten zu kurzen Intervallen beim Rasen bewässern. Lassen Sie den Regner beispielsweise morgens, mittags und abends für eine kurze Zeitdauer laufen. 15 Minuten reichen vollständig aus. Das Wasser fließt, die Pflanzen speichern – fertig. Keine Frage, eine hohe Disziplin ist notwendig.

Mit einem Bewässerungssystem im Garten oder einer Zeitschaltuhr am Regner können Sie hier aber für eine Versorgung sorgen ohne jedes Mal wieder selbst aufstehen zu müssen. Auf undurchlässigen und normalen Böden können Sie länger den Rasen bewässern.

Hier empfehlen 1-2 Vorgänge mit dem Regner pro Tag. Zeitlich sollten Sie einen Rahmen von 30-45 Minuten einhalten. So ist für eine ausreichende Wasserversorgung gesorgt.

Wie viel Wasser kann der Boden speichern?

Für diese Angaben gibt es keinen echten Maßstab, zumindest nicht im Gartenwesen. Notwendigerweise müssen Sie hier also ein wenig mit Ihrem Bauchgefühl arbeiten. Keine Sorge, der Vorgang muss nur ein oder zwei Mal vorgenommen werden, bis Sie einen Eindruck haben. Nach dem Rasen sprengen stechen Sie mit einem Spaten auf der Rasenfläche ein kleines Stück aus.

Mit Hilfe dieses Bodenquerschnitts können Sie sehr schnell erkennen, wie tief das Wasser eingedrungen ist. Beachten Sie dabei die Tiefe der Wurzeln Ihres Rasens. Diese müssen „unten“ mit Wasser versorgt sein. Häufig sind stark verdichtete Böden sehr undurchlässig. Zwar speichern Sie viel Wasser, aber sie geben es nicht wirklich ab aufgrund der Verdichtung. Hier hilft das einarbeiten von Sand im Frühjahr.

Im Sommer jedoch sollten Sie gleichermaßen den Rasen bewässern. Sehr schnell werden sich Pfützen auf der Fläche bilden. Vermeiden Sie, dass der Rasen anschließend betreten wird. So geht nichts kaputt und das Wasser kann langsam in den Boden eindringen. Abhängig von der gespeicherten Wassermenge müssen Sie bei der Rasenbewässerung die Speicher auffüllen.

Wenden Sie hier eine Methode an, mit der Sie das Wasser für die Pflanzen an die richtige Stelle im Boden bekommen. Und das am besten ohne den Pflanzen zu schaden. Längerfristige Pfützen führen zu Staunässe und der Gefahr, dass sich Krankheiten bilden. Ganz abgesehen davon fehlt dem Boden der wichtige Nährstoff Sauerstoff und die Pflanzen laufen Gefahr zu ersticken.

Wie viel Feuchtigkeit geht verloren?

Stellen Sie morgens einmal ein Wasserglas draußen auf den Gartentisch. Natürlich voll gefüllt mit Wasser. Am besten markieren Sie sich, wo der Wasserstand ist. Und abends, nachdem die Sonne weg ist, checken Sie den Wasserstand wieder. Was fällt auf? Genau, es ist weniger Wasser.

Sehr ähnlich ist das Prinzip beim Boden. Der dunkle Boden zieht die Sonne an und heizt sich auf. Dabei verdunstet Feuchtigkeit. Wichtige Feuchtigkeit, die eigentlich dringend der Rasen bräuchte. Ist diese weg und wird hier nicht nachgefüllt, fehlt Wasser im Boden.

Es ist also enorm wichtig, dass Sie heraus finden, wie viel Wasser Ihr Boden über den Tag verliert. Auch hier gibt es keine vernünftige Mess-Einheit, die anzuwenden ist. Gießen Sie Ihre Blumen aber mal nicht und auch der Rasen wird nicht gesprengt, sehen Sie, wie schnell der Boden austrocknet. Je schneller, desto mehr Feuchtigkeit verliert er entsprechend.

Rasen sprengen leicht gemacht: Unsere 3 Tipps!

Wir erwähnten bereits, dass das Rasen sprengen vor allem eine hohe Disziplin braucht. Gerade in sehr heißen Perioden ist es täglich notwendig, damit die Rasenpflanzen ausreichend Wasser haben. Disziplin lässt sich vor allem gut mit Routinen einhalten.

Wir möchten nur das Beste für Ihren Rasen. Und so geben wir Ihnen drei bewährte Tipps, die bei vielen Kunden funktionieren und weniger Disziplin erfordern. Haben Sie weitere Ideen? Dann schreiben Sie diese gerne untern drunter in die Kommentare. So können alle von dem Wissensschatz profitieren.

Tipp #1: Besorgen Sie sich das richtige Arbeitsgerät

Rasen sprengen von Hand mit einem Düsenaufsatz? Klar warum nicht, aber halten Sie das mal länger als eine Woche 30 Minuten am Tag durch. Quasi unmöglich. Besorgen Sie sich beim Gartenfachhandel Ihres Vertrauens einen vernünftigen Regner und ausreichend Schlauch.

Wenn notwendig nehmen Sie mehrere Regner und installieren Sie diese so, dass sie parallel laufen. So müssen Sie nur den Hahn aufdrehen und sich den Wecker stellen.

Und wählen Sie das Arbeitsgerät so smart, dass Sie es nicht ständig mit großen Aufwand aufbauen und wieder abbauen müssen. Je schneller die Installation gelingt, desto mehr Zeit haben Sie für andere Dinge.

Tipp #2: Wählen Sie feste Zeiten

Sie arbeiten erst spät? Perfekt, dann gehen Sie nach dem Aufstehen in den Garten und installieren Sie schnell die Rasenbewässerung. Anschließend genießen Sie den ersten Kaffee und gehen duschen. Stellen Sie sich gerne den Wecker und drehen Sie das Wasser beim Rasen sprengen dann wieder ab.

Gleiches gilt für den Feierabend. Legen Sie Ihre Sachen und starten Sie sofort damit den Rasen zu sprengen. Auch hier den Wecker stellen und nicht mehr dran denken, bis es klingelt.

Oder Sie wählen die Zeit des Abendessens. Oder was auch immer. Es gibt viele mögliche Zeitfenster, in denen der Rasen bewässert wird und Sie etwas anderes machen können.

Tipp #3: Richten Sie das Rasen sprengen am Wetter aus

Es soll nur 20 Grad geben? Oder sogar regnen? Alles was hilft, nehmen Sie natürlich mit. Ob es im Internet ist oder Ihre Wetter-App – eine grobe Idee dazu erhalten Sie schnell.

Am besten legen Sie sich selbst kleine Etappen fest.

  • Es sollen 20-25 Grad werden? Dann sprengen Sie einmal 30 Minuten.
  • Es wird 25-30 Grad? Dann sprengen Sie einmal abends 30 Minuten und morgens 10-15 Minuten.
  • Es wird heißer als 30 Grad? Dann sprengen Sie möglichst zweimal 20-30 Minuten.

Naja und wenn es einmal regnen soll (und das auch tut), kann eine Einheit Rasen sprengen natürlich entfallen. So müssen Sie weniger darüber nachdenken, was zu tun ist, wenn Sie gestresst ins Büro wollen oder von der Arbeit kommen.

Darf ich tagsüber den Rasen sprengen?

Dabei handelt es sich um einen Mythos, der sich aus irgendwelchen Gründen hartnäckig hält. Natürlich ist es theoretisch möglich, dass Wassertropfen das Sonnenlicht so brechen, dass die Rasenpflanzen deswegen Schaden nimmt. Theoretisch – praktisch sind uns keine Berichte bekannt, wo dies vorgekommen ist.

Ganz im Gegenteil. Wer in der Mittagszeit seinen Rasen sprengen will, kann das gerne tun. Das kühle Wasser sorgt nämlich für eine kurzfristige Abkühlung des Bodens. Und damit zu einer Senkung der Bodentemperatur, was dem Rasen zu Gute kommt. Insofern: Wer den Rasen bewässern will, kann dies immer dann tun, wenn ihm der Sinn danach steht!

Aber das Wasser kostet doch Unmengen von Geld?

Der Punkt ist zweifelsfrei richtig. Der Kubikmeter Wasser kostet je nach Region zwischen 1,50 Euro und 3,00 Euro. Hinzu kommen 2,00 Euro bis 3,00 Euro Abwassergebühren, die Ihr Versorger abrechnet, auch wenn das Wasser im Gartenboden versinkt. Eine normale Wasserleitung hat eine Durchflussmenge von circa einem Kubikmeter pro Stunde.

Bewässern Sie Ihren Rasen pro Tag also eine Stunde lang, würde dabei ein Kubikmeter Wasser verbraucht werden. Dieser kostet Sie zwischen 3,50 Euro und 6,00 Euro. Ob das „teuer“ ist, muss nun jeder selbst entscheiden.

Keine Frage, fünf mal in der Woche Rasen sprengen kostet der Rechnung gemäß 30,00 Euro. Das über einen Zeitraum wie im vergangenen Jahr von 6 – 8 Wochen ist ein Betrag, der nicht unbedingt als „günstig“ durch geht.

Für das Geld aber erhalten Sie auch im Sommer einen schönen grünen Rasen und die Gewissheit, dass Sie im Herbst weniger im Garten reparieren müssen.

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