Wie Sie mit Nematoden den Käferbefall auf der Rasenflächen erfolgreich bekämpfen

Nematoden sind sehr kleine, aalartige Fadenwürmer, die in der Erde leben und dem Rasenbesitzer grundsätzlich von Nutzen sein können. So kann bspw. ein Befall durch Käfer minimiert werden, da die Nematoden in die Larven der Käfer eindringen und diese mit Bakterien so infizieren, dass sie verenden. Übliche Hausrasenanlagen sind geeignet für die Anwendung mit Nematoden und bieten ihnen darüber hinaus einen guten Lebensraum.

Ihre Verträglichkeit mit der Rasenfläche hängt allerdings maßgeblich von den verwendeten Rasensamen ab. Sport- und Zierrasen-Mischungen sind hier eine Ausnahme und dürfen unter keinen Umständen mit Nematoden behandelt werden. Man hat hier unter unterschiedlichen, schadhaften Rasenflächen die parasitierenden Nematoden Meloidogyne naasi gefunden, die zu den Wurzelnematoden gehören.

Typische Schäden durch parasitierende Nematoden

Aufgrund der vielen Einflussfaktoren ist das Schadbild vergleichsweise schwer darzustellen. Dies gelingt besonders gut, wenn nachweisbar die anderen Faktoren unverändert blieben. Die Rasenpflanzen werden in einem Bereich der Fläche deutlich ausgedünnt mit entsprechend geringerer Halmdichte. Da die Wurzeln angegriffen sind, wachsen die Pflanzen nicht nach, bzw. können die befallenen Halme nicht weiter ausprägen.

Wer solche Stellen auf einem Sportrasen oder einem Zierrasen findet, sollte eine noch bestehende Rasenpflanze des Bereichs aus dem Boden ziehen, um die Wurzeln der Pflanze zu begutachten. Weisen diese helle, verdickte Stellen auf, so ist die Rasenfläche mit Nematoden befallen. Im weiteren Stadium des Befalls werden die Wurzeln zunehmend dünner und schlechter, so dass sie hakenförmige Gebilde hervor bringen. Um den Befall gegebenenfalls zu erkennen, sollten die entnommenen Wurzeln gut abgewaschen werden, damit die Knötchen gefunden werden könne. Sicherheit über den Befall und seine Schwere kann eine Bodenprobe geben.

Bekämpfung von Käfern mit Nematoden

Speziell der Befall mit Käfern beziehungsweise mit Käferlarven kann hervorragend mit Nematoden bekämpft werden. Solange es sich dabei nicht um parasitierende Nematoden, dringen die Nematoden in die Käferlarven ein. Die mitgebrachten Bakterien infizieren die Larve und lassen sie verkommen. Eine Bodenprobe und die festgestellte Belastung durch die Larven kann Aufschluß darüber geben ob eine Behandlung mit Nematoden sinnvoll ist.

Aufgrund iherr Größe von wenigen Millimetern lassen sich Nematoden mit dem bloßen Auge nur schwer erkennen.  Wer sich zu einer Behandlung mit Nematoden entscheidet, kann diese bei einem Fachhändler bestellen und gemäß den Anwendungsvorschrift am besten bei feuchter oder nasser Witterung ausbringen. Besonders gegen Gartenlaubkäfer und Dickmaulrüßler sind Nematoden ein probates und gutes Bekämpfungsmittel.


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