Rasen düngen im Frühjahr: So geht es richtig!

In den vergangenen zwei Wochen sind die Temperaturen noch mal ordentlich in den Keller gerutscht. Der Winter kam gewaltig zurück und hat für Bodenfrost und Schneefall gesorgt. Wohl dem der in seinen Garten noch nichts unternommen hat, außer die Rasenfläche sauber zu halten. Dennoch sollte die Gartenplanung deswegen nicht gestoppt werden. Denn obwohl es draußen sehr kalt ist kann drinnen beim gemütlichen Kaffee das Jahr im Garten geplant werden.

Wann sollten Sie den Rasen düngen im Frühjahr?

Diese Frage erfordert eine zweigeteilte Antwort. Im ersten Teil der Antwort, der technischen Analyse, möchten wir auf den Artikel zur Temperatursumme verweisen. Hierbei geht es kurz beschrieben darum, die Tageswerte der Temperaturen mathematisch zu addieren. Lediglich positive Temperaturen werden dabei zurate gezogen. Gerechnet wird ab Anfang Januar und mit dem Erreichen einer Summe von 150 ist der optimale Zeitpunkt für die Düngung statistisch gesehen erreicht.

Im zweiten Teil der Antwort geht es vor allem um ihr Gespür. Alle Mathematik dieser Welt kann nicht wirklich das Gefühl eines erfahrenen Gärtners ersetzen. Damit möchte ich nicht sagen, dass die Temperatursumme nicht wichtig ist, dennoch sollte sie nur ein Teil zur Meinungsbildung beitragen. Zusätzlich sollte ihre gärtnerische Erfahrung eine große Rolle spielen. Sie wissen am besten was sie dieses Jahr in ihrem Garten geplant haben und welches Wetter bzw. welche Witterung für die Aussaat ihrer Pläne am besten geeignet ist.

Ihren Rasen sollten sie dann düngen, wenn die Temperaturen beständig über 5 °C sind. Damit ist vor allem die Tagestiefsttemperatur gemeint, die nicht unterschritten werden sollte. Der Hintergrund hierfür ist einfach, denn das Wachstum der Rasenpflanzen setzt ab 5 °C ein. Demgemäß ist die Düngung vor dem ausbringen des Saatgutes zu planen.

Hilft uns die Statistik?

Jein. Statistisch gesehen ist der optimale dünne Zeitpunkt Ende Februar bis Mitte März. Sie kennen aber selbst die Wetterkapriolen der vergangenen Jahre. Dort hatten wir im Januar und Februar bereits sehr milde Temperaturen. Allerdings hatten wir auch im April noch Bodenfrost. Das sind keine optimalen Planungsunterlagen. Dennoch kann die Temperatursumme an der Stelle helfen. Mit ihr lässt sich immerhin statistisch gesehen der beste Zeitpunkt errechnen.

Ich möchte Sie an der Stelle jedoch beruhigen. Den Dünger zu einem scheinbar falschen Zeitpunkt auszubringen hat keinerlei Spätfolgen. Während sie den Garten in der kalten Jahreszeit vermutlich nicht nutzen bleibt der Dünger einfach nur auf der Fläche liegen. Zu einem späteren, milderen Zeitpunkt verteilen sich dann durch die bessere Witterung die Nährstoffe im Boden. Insofern sind sie gut beraten wenn sie die Düngung frühzeitig im März vornehmen. Wichtig ist hier vor allem dass sie das Düngemittel, vorzugsweise Granulat Dünger, gleichmäßig auf der Fläche verteilen.

Wie Sie richtig den Rasen düngen im Frühjahr!

Hier können Sie in drei einfachen Schritten vorgehen. Zunächst sollten Sie die Rasenfläche von Laub, Ästen und anderem Abfällen befreien. Dazu hatte ich bereits in meinem letzten Artikel einige Tipps gegeben. Dem Rasen sollten mit dieser Hilfe optimale Startbedingungen für die neue Saison gegeben werden.

Der zweite, wichtige Schritt ist das Ausbringen des Düngemittels. Sehr grob gesagt kann man an dieser Stelle festhalten, dass für kleine Flächen Flüssigdünger gut geeignet ist. Größere Flächen, d.h. ab 25 m² und mehr, sollten Sie unbedingt mit einem Düngemittel in Granulatform versehen. Granulat hat den großen Vorteil, dass es sich nach und nach mit der Zeit auflöst. So wird der Boden konstant über einen längeren Zeitraum mit Nährstoffen versorgt.

Wie bereits erwähnt ist das gleichmäßige Ausbringen des Granulats elementar wichtig. Hierzu empfehlen wir die Verwendung einer Handschleuder oder eines sogenannten Streuwagens. Gehen Sie damit zweimal die Fläche in versetzter Richtung ab. Durch diese gegenläufige Verteilung stellen Sie sicher dass das Granulat gleichmäßig über das gesamte Areal verteilt wird.

Im dritten und letzten Schritt hat es sich aus unserer Erfahrung heraus als überaus nützlich erwiesen das Granulat mit einer Walze leicht an den Boden zu pressen. So wird bei Spitzweise bei Regen verhindert, dass das Düngemittel ausgewaschen wird. Nach diesem letzten Schritt sollten Sie die Rasenfläche für ein bis zwei Wochen ruhig stellen. Je weniger Sie den Bereich betreten desto besser können sich die Nährstoffe im Boden gleichmäßig verteilen. Im Anschluss an diese zweiwöchige Schonfrist können Sie dann die Rasensamen auf die Fläche ausbringen.

Welches ist das richtige Mittel um den Rasen im Frühjahr zu düngen?

Das kommt vor allem darauf an, was sie mit ihrem Rasenvorhaben. Handelt es sich um eine bereits bestehende Fläche, so sind sie gut damit beraten auf einen sogenannten Langzeitdünger zu setzen. Durch seine Bauweise gibt der Dünger die Nährstoffe zeitversetzt an den Boden ab. Oftmals sind diese Langzeitdünger-Mischungen für einen Zeitraum von 3-6 Monaten ausreichend.

Haben sie größere Schäden im Rasen und müssen dort entsprechend nachsäen oder sie wollen eine Fläche komplett neu begründen, bietet sich ein Starterdünger an. Bei dieser Form des Düngers ist der Fokus darauf gelegt worden möglichst viel der Nährstoffe zu beinhalten, die zum schnellen Wachstum der Rasenpflanzen notwendig sind. Das ist vor allem deswegen notwendig um das Eindringen von Schädlingen und Unkraut in die neue Grasnarbe zu vermeiden.

Grundsätzlich raten wir zu einem Granulat Dünger. Dieser ist weitaus einfacher in der Anwendung und oftmals auch längerfristig für die Nährstoffversorgung geeignet. Dennoch ist auch in Flüssigdünger nichts auszusetzen, wenn dieser auf kleinen Flächen eingesetzt wird.

Achten Sie auf die Zusammensetzung!

Besonders günstige Angebote im Discounter oder Baumarkt von unbekannten Marken beinhalten oftmals einen sehr hohen Anteil von Kohlenstoffdioxid. Dieser ist für das schnelle und rasante Wachstum von Rasenpflanzen notwendig. Besonders bei neu zu begründenden Flächen ist das wichtig, dennoch sollten auch die anderen Bestandteile für die optimale Nährstoffverteilung der Rattenpflanzen nicht zu kurz kommen.

Achten Sie beim Kauf also unbedingt auf die Zusammensetzung der Düngemittel. Keine der beinhalteten Stoffe sollte mit mehr als 15-20 % überwiegen.

Bei uns im Sortiment finden Sie sowohl geeignete Starterdünger namhafter Hersteller als auch Langzeitdünger für bereits bestehende Flächen. Hier können Sie sicher sein, dass sie ihrem Rasen etwas Gutes tun. Vor allem aber vermeiden sie durch unreine Mischungen ihrem Rasen zu schaden.

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