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Kiepenkerl Schotterrasen DSV 530

Artenzusammensetzung (nach Herstellerangabe): 55 % Deutsches Weidelgras, 15 % Wiesenrispe, 15 % Rispenarten, 10 % Rotschwingel (10 % Rotschwingel mit kurzen Ausläufern), 2 % Schafgarbe, 3 % Kräuter und Sonstiges.

Produktbild des Kiepenkerl Schotterrasen DSV 530 zeigt eine Nahaufnahme von Gras, das zwischen Pflastersteinen wächst mit dem Kiepenkerl-Logo im Bild.
Kiepenkerl Schotterrasen DSV 530
   
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Inhalt: 10 kg (9,90 € * / 1 kg)

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Gebindegröße:

  • 801585
  • 4000159801585
  • widerstandsfähig, niedrigwachsend, pflegearm
  • alle
  • 10
  • 25 g/m²
  • 400,0 m²
  • 0,25 EUR
  • mittel
  • sehr hoch
Kiepenkerl Schotterrasen DSV 530 Die Rasensamen-Mischung setzt sich aus besonders robusten und... mehr
Produktinformationen "Kiepenkerl Schotterrasen DSV 530"

Kiepenkerl Schotterrasen DSV 530

Die Rasensamen-Mischung setzt sich aus besonders robusten und niedrigwachsenden Gräserarten zusammen, die an allen Standorten zum gewünschten Erfolg bei gleichzeitig überschaubarem Pflegeaufwand führen. Kiepenkerl hat diese Mixture besonders für Flächen entwickelt, die einer hohen Belastung ausgesetzt sind, z.B. auch Extremsituationen wie Trockenheit und Hitze. Sie kann unter anderem auf Schotterparkplätzen oder Schotterzufahrten eingesetzt werden, um die Fläche nachhaltig zu begrünen.

Der Kiepenkerl Schotterrasen DSV 530 zeichnet sich besonders durch seinen geringen Pflegeaufwand bei gleichzeitig hoher Robustheit und großer Belastbarkeit aus.

Die Grasnarbe kann in einem gesunden Zustand besonders extreme Situationen überdauern, ohne dabei Schaden zu nehmen. Um diesen Vorteil zu sichern, sollten im Rahmen der Pflege mehrere Düngergaben pro Jahr eingeplant werden. Hinsichtlich des Rasenschnitts sollte die Fläche nicht tiefer als 5 cm geschnitten werden.

Highlights des Kiepenkerls Schotterrasens DSV 530:

  •  Standort: Auf allen Lagen verwendbar
  •  Belastbarkeit: Sehr hoch
  •  Pflege: Je nach Lage gering bis mittel; mehrere Düngungen p.a. notwendig
  •  Schnitthöhe: 5 cm
  •  Aussaatmenge: Mit 25 Gramm je Quadratmeter
  •  Fläche: 10 kg ausreichend für 400 qm

Mischungsverhältnis der verwendeten Rasensamen:

Reichweite in m²: 400
Belastbarkeit: sehr hoch
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Hersteller "Kiepenkerl"

Details zur Produktsicherheit:

Verantwortliche Person für die EU

Verantwortlich für dieses Produkt ist der in der EU ansässige Wirtschaftsakteur:

Bruno Nebelung GmbH
Freckenhorster Str. 32
48351 Everswinkel
 
Telefon: +49 (0)2582 - 670 0

 

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Zusammensetzung nach Arten
Sortendetails werden gerade ergänzt

Die genaue Sortenzusammensetzung dieser Mischung pflegen wir gerade nach - sobald uns die aktuelle Charge vorliegt, ergänzen wir hier die einzelnen Sorten. Die unten dargestellte Artenzusammensetzung entspricht den Herstellerangaben.

In diesem Bereich finden Sie Details zur Zusammensetzung der angebotenen Rasenmischung, unterteilt nach Arten und Sorten. Als derzeit einziger Anbieter, verknüpfen wir von www.rasensamen-kaufen.de die enthaltenen Gräsersorten mit den Ergebnissen der Rasenprüfung des Bundessortenamts. Klicken Sie hier um mehr darüber zu erfahren woher diese Daten kommen und was Sie bedeuten.

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Rasenmischungen werden in den allermeisten Fällen als Zusammensetzung verschiedener Sorten, ein- oder mehrerer Arten angeboten.

Arten sind unterschiedliche Gräser, z.B. Lolium Perenne (Deutsches Weidelgras) und Poa pratensis (Wiesenrispe).
Jede Art, verfügt über einige charakteristische Eigenschaften, wie z.B. der schnelle Wuchs und die hohe Strapazierfähigkeit von Lolium perenne.

Sorten sind die unterschiedlichen Züchtungen innerhalb einer Art, so gibt es z.B. mehr als 100 zugelassene Sorten der Art Lolium perenne.

Die Sorten einer Art teilen sich somit die grundsätzlichen Eigenschaften der Art, unterscheiden sich aber im Detail und abhängig vom Züchtungsziel teils stark voneinander. Diese Züchtungsziele können z.B. sein:

  • besonders helle, oder besonders dunkle Färbung.
  • hohe Blattfeinheit und Narbendichte.
  • besonders hohe Strapazierfähigkeit für den Einsatz in Sportrasen.
  • langsamer Wuchs bei hohem Deckungsgrad für den Einsatz im Landschaftsrasen.
  • und viele mehr. 

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In Deutschland übernimmt diese Aufgabe das Bundessortenamt (BSA)

Das Bundessortenamt ist zuständig für die Erteilung von Sortenzulassungen und Sortenschutz. Vereinfacht gesagt: wer in Deutschland eine neue Sorte Saatgut in Verkehr bringen möchte, muss hierzu eine Sortenzulassung vom Bundessortenamt erlangen. Damit eine neue Sorte zugelassen wird, muss die neue Sorte Verbesserungen gegenüber bestehender Sorten aufweisen können, andernfalls wird sie nicht zugelassen.

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Das Bundessortenamt nimmt hierzu alle 2 Jahre eine Reihe von Prüfungen von Rasengräsern vor und veröffentlicht die Ergebnisse in der "Beschreibenden Sortenliste Rasengräser".
Die Gräser werden dabei auf verschiedene Kriterien getestet und auf einer Skala von 1- 9 bewertet, wobei hohe Werte die wünschenswerten Ausprägungen bedeuten.

1

Die in den folgenden Gruppen getesteten Raseneigenschaften sind im wesentlichen immer die gleichen, der Unterschied liegt in der Art der Nutzung.

Zur Verdeutlichung: Die Narbendichte einer Sorte kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem ob sie kaum (im Landschaftsrasen), regelmäßig (im Gebrauchsrasen) oder stark (im Strapazierrasen) bzw. unter Tiefschnittbedingungen belastet und gepflegt wird.

  • Prüfung auf Gebrauchsraseneignung
    Alle Rasengräser werden dieser Prüfung unterzogen.
     
  • Ergänzende Prüfung auf Strapazierraseneignung
    Getestet werden nur die grundsätzlich für die Strapazierrasennutzung geeigneten Arten.
     
  • Tiefschnittraseneignung
    Getestet werden nur die grundsätzlich für den Tiefschnitt geeigneten Arten.
     
  • Ergänzende Prüfung auf Landschaftsraseneignung
    Getestet werden die meisten, wenn auch nicht alle Arten.

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Anhand der erzielten Rasenbewertungen, leitet das Bundessortenamt nun je nach Gruppe die sogenannten Eignungen ab.
Bei den Bewertungen der Eignungen, wird zudem die Art der getesteten Sorte berücksichtigt, da einige Arten per se besser für z.B. Strapazierrasen geeignet sind als andere.

  • Eignung im Gebrauchsrasen (und Eignung im Zierrasen). 
  • Eignung im Strapazierrasen
  • Eignung im Landschaftsrasen
  • Eignung im Tiefschnittrasen

Die erreichten Eignungen sind zum einen natürlich von großer Bedeutung für den Züchter, aber auch für den interessierten Verbraucher interessant.

So sehen die Vorgaben bei Regelsaatgutmischungen bestimmte Mindesteignungen je Art vor, in einer Regelsaatgutmischung 2.3 - Gebrauchsrasen Spielrasen, müssen Beispielsweise mindestens 2 Sorten Lolium perenne enthalten sein, wovon eine mindestens die Gebrauchsraseneignung 6, die andere mindestens die Gebrauchsraseneignung 7 aufweisen muss.

Besonders erfolgreiche Züchtungen, also Sorten die viele wünschenswerte Eigenschaften und hohe Eignungsbewertungen miteinander verbinden, sind natürlich dementsprechend hochpreisiger. Wenn Sie sich also schon mal gefragt haben, woher die Preisunterschiede bei Rasensamen kommen, oder "warum das Gras auf der anderen Seite immer etwas grüner ist",  - die Antwort liegt zumeist in den verwendeten Sorten.

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30% 25% 15% 15% 10%
55% Deutsches Weidelgras Lolium perenne
15% Wiesenrispe Poa pratensis
15% Rispenarten Poa
10% Rotschwingel mit kurzen Ausläufern Festuca rubra trichophylla
2% Schafgarbe Achillea millefolium
3% Kräuter und Sonstiges
Zusammensetzung nach Arten
55% Deutsches Weidelgras

Das Deutsche Weidelgras ist neben Wiesenrispe und Rotschwingel das wichtigste Rasengras im deutschen Markt und in nahezu allen Strapazier-, Sport- und Spielrasenmischungen die führende Komponente. Es ist ein horstwüchsiges Obergras mit schmalem bis mittelbreitem, auf der Unterseite glänzendem Blatt und meist dunkelgrüner Farbe, das sehr schnell keimt, sich konkurrenzstark entwickelt und eine außerordentlich trittfeste Narbe bildet. Die zentrale Einschränkung gegenüber der Wiesenrispe: Es bildet keine Ausläufer und kann Trittschäden daher nicht selbsttätig schließen - kahle Stellen müssen nachgesaet werden.

Eingesetzt wird die Art überall dort, wo eine Fläche schnell etabliert und intensiv genutzt werden soll: Hausgartenrasen, Sport- und Stadionrasen, Spielplätze, Strapazierrasen unter starker Trittbelastung. Auch in Schnellbegrüner-Komponenten und in Regenerationsmischungen ist sie als Hauptart vertreten. Weniger geeignet ist sie für tiefen Baumschatten, sehr trockene Magerstandorte und exponierte Höhenlagen mit strengen Wintern, weil sie in der Regel etwas frostempfindlicher ist als Wiesenrispe oder Rotschwingel. Optisch zeigt sie ein mittelbreites, dunkelgrünes Blatt mit deutlichem Glanz auf der Unterseite und wird unter Tiefschnitt-Pflege auch für Golf-Fairways verwendet, barfusstauglich, aber nicht so feinblättrig wie ein reiner Zierrasen.

Die Pflege ist unkompliziert: Schnitt alle 5 bis 10 Tage auf 3 bis 5 cm, in heißen Sommerphasen wird der Schnitt eher hoch gehalten. Mähroboter werden problemlos vertragen und passen besonders gut, weil das häufige, geringe Abschneiden die Narbendichte fördert. Der Nährstoffbedarf ist mittel bis hoch, drei Düngergaben im Jahr (Frühjahr, Sommer, Spätsommer) sind im Hausgarten üblich. Wasserbedarf liegt im mittleren Bereich, bewässert wird durchdringend und seltener statt häufig und oberflächlich, damit die Wurzeln in die Tiefe wachsen. Typischer Anlege-Fehler: zu tiefe Saat - die Samen werden nur leicht in die Oberfläche eingearbeitet. Der erste Schnitt erfolgt etwa 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat bei 8 bis 10 cm Bestandshöhe; eine vorsichtige Begehung ist nach etwa 4 Wochen möglich, voll trittfest ist die Fläche nach rund 3 Monaten.

Keimdauer ca. 7-14 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 8-10 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 3-5 cm.

Lolium perenne
15% Wiesenrispe

Die Wiesenrispe gehoert zu den drei tragenden Rasengraesern im deutschen Markt und ist das klassische Strukturgras für Flächen, die über Jahre belastbar bleiben sollen. Ihre Besonderheit sind die unterirdischen Ausläufer (Rhizome), mit denen sie kahle Stellen und Trittschäden selbständig wieder schließt - eine Eigenschaft, die kein anderes der wichtigen Rasengraeser in dieser Form mitbringt. Im Gegenzug entwickelt sie sich langsam: Die Keimung dauert zwei bis vier Wochen, die volle Belastbarkeit erreicht der Bestand erst nach rund einem halben Jahr. In frisch eingesaeten Mischungen tritt der Wiesenrispen-Anteil häufig erst in der zweiten Saison deutlich hervor.

Eingesetzt wird sie überall dort, wo eine Fläche dauerhaft beansprucht wird: Hausgartenrasen mit Kindern und Hund, Spiel- und Sportplaetze, Stadionrasen sowie strapazierfähige Gebrauchsrasen. Auch in extensiven Landschaftsrasen ist sie als langlebige Komponente etabliert. Weniger geeignet ist sie für tiefen Baumschatten, dauerhaft staunasse Mulden und sehr magere Sandboeden ohne regelmäßige Nährstoffversorgung. Optisch zeigt sie mittelbreite, mittel- bis dunkelgrüne Blätter mit der für Rispengraeser typischen Bootspitze - angenehm zu betreten, jedoch nicht so feinblättrig wie ein reiner Zierrasen.

Die Pflege ist unkompliziert: Geschnitten wird alle 7 bis 14 Tage auf eine Höhe von 3,5 bis 5 cm, in heißen Sommerphasen wird der Schnitt eher hoch gehalten. Mähroboter werden problemlos vertragen. Der Düngebedarf liegt im mittleren Bereich; eine Gabe im Frühjahr und eine im Spätsommer reichen im Hausgarten in der Regel aus. Hitzeperioden übersteht die Wiesenrispe vergleichsweise gut, da die Rhizome Wasser und Nährstoffe einlagern und Trockenphasen überbrücken - bewässert wird daher seltener und dafür durchdringend statt häufig und oberflächlich, damit die Wurzeln in die Tiefe wachsen. Häufigster Anlege-Fehler: zu tiefe Saat - die feinen Samen benoetigen Lichtkontakt und werden nur leicht in die Oberfläche eingearbeitet. Der erste Schnitt erfolgt etwa 6 bis 8 Wochen nach der Aussaat bei einer Bestandshöhe von 8 bis 10 cm; eine vorsichtige Begehung ist nach rund 8 Wochen möglich, voll trittfest ist die Fläche nach etwa 6 Monaten.

Keimdauer ca. 14-28 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 12-15 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 3,5-5 cm.

Poa pratensis
15% Rispenarten

Die Rispengraeser der Gattung Poa zählen zu den artenreichsten und wichtigsten Vertretern der heimischen Suessgraeser und stellen im Rasenbau mehrere zentrale Strukturkomponenten. Charakteristisch und über alle Arten hinweg bestimmungsrelevant ist die kahnfoermig zugespitzte Blattspitze mit der typischen Doppelmittelrille, von Greenkeepern als "Skispur" bezeichnet. Je nach Art bildet die Gattung entweder unterirdische Rhizome (Poa pratensis) oder oberirdische Stolonen (Poa supina, Poa trivialis) oder gar keine Ausläufer (Poa nemoralis).

Die wichtigsten Rispenarten im Überblick: Die Wiesenrispe (Poa pratensis) ist das rhizombildende Hauptgras für Sport-, Gebrauchs- und Strapazierrasen und gehoert zu den drei Leitgraesern des deutschen Rasens. Die Laegerrispe (Poa supina) ist mit ihren oberirdischen Stolonen das schattenvertraeglichste Hochleistungsrasen-Gras der gemäßigten Klimazone und Standard für Schatten-Spielrasen sowie tribuenenbeschattete Stadionflächen. Die Hainrispe (Poa nemoralis) ist eine horstige Schattenrasen-Komponente für Park- und Waldrandlagen ohne intensive Pflege. Die Gemeine Rispe (Poa trivialis) wird im klassischen Sport- und Gebrauchsrasen dagegen als unerwünscht eingestuft, da sie auf trockenen Sommerflächen grossflächig ausfaellt und eine optisch fleckige Narbe verursacht.

Pflegerisch unterscheiden sich die Arten deutlich: Wiesenrispe und Laegerrispe sind tiefschnittvertraeglich und werden auf Schnitthöhen von 2 bis 4 cm gepflegt, Hainrispe wird in extensiven Mischungen auf 4 bis 6 cm gehalten. Allen Rispenarten gemeinsam ist eine vergleichsweise langsame Jugendentwicklung und damit ein hoher Anspruch an die Geduld des Anlegers - die volle Wirkung zeigt sich oft erst in der zweiten Saison.

Erkennungsmerkmal: kahnfoermige Blattspitze mit Doppelmittelrille ("Skispur").

Poa
10% Rotschwingel

Der Rotschwingel gehoert zu den drei tragenden Rasengraesern im deutschen Markt und ist die feinblättrigste der drei Leitarten. Die Besonderheit liegt in der Bandbreite seiner Unterarten: vom dichthorstigen, ausläuferlosen Festuca rubra commutata über den kurzausläuferbildenden Festuca rubra trichophylla bis zum lang ausgeprägt rhizombildenden Festuca rubra rubra deckt die Art ein ungewoehnlich breites Anwendungsspektrum ab. Die zentrale Einschränkung: Die Trittfestigkeit liegt unter der des Deutschen Weidelgrases, für reine Stadionrasen ist die Art daher nicht die Hauptkomponente.

Eingesetzt wird der Rotschwingel überall dort, wo eine feine Narbe und eine pflegearme, trockenheitsvertraegliche Komponente gefragt sind: Zier- und Sichtrasen, Golfrasen einschließlich Greens, Tees und Fairways, Gebrauchsrasen in Mischung mit Wiesenrispe und Weidelgras, Landschaftsrasen sowie Kraeuter- und Blumenwiesen. Auch im lichten Halbschatten unter Baeumen behauptet er sich gut, im dichten Baumschatten oder auf dauerhaft staunassen Mulden ist er weniger geeignet. Optisch zeigt er ein sehr feines, oft borstig schmales Blatt mit mittel- bis dunkelgrüner Farbe, barfusstauglich und im Schnitt angenehm weich.

Die Pflege ist anspruchsarm: Schnitt alle 7 bis 14 Tage auf 2,5 bis 5 cm (Zierrasen tiefer, Gebrauchs- und Landschaftsrasen höher), Mähroboter werden problemlos vertragen. Der Nährstoffbedarf ist gering bis mittel, eine Gabe im Frühjahr und eine im Spätsommer reichen aus, Überdüngung fördert Filzbildung. Wasserbedarf gering, bewässert wird selten und dafür durchdringend - die Art ist eines der trockenheitstolerantesten gaengigen Rasengraeser. Typischer Anlege-Fehler: zu reichliche Stickstoff-Düngung im Sommer, die zu Filz und Pilzanfaelligkeit führt. Erster Schnitt etwa 5 bis 7 Wochen nach der Aussaat bei 8 bis 10 cm Bestandshöhe, vorsichtige Begehung nach rund 6 bis 8 Wochen, voll trittfest in Mischung nach etwa 4 bis 5 Monaten.

Keimdauer ca. 10-18 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 10-12 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 2,5-5 cm.

Festuca rubra
10% Rotschwingel mit kurzen Ausläufern

Der Rotschwingel mit kurzen Ausläufern steht im Wuchsverhalten zwischen dem reinen Horstrotschwingel und dem lang-rhizombildenden Ausläuferrotschwingel. Wuchsform: feinblättrig, mit kurzen unterirdischen Ausläufern (Rhizomen), die einen langsamen, aber kontinuierlichen Lueckenschluss ermöglichen. Die zentrale Einschränkung: Bei hohem Mischungsanteil und reichlicher Düngung neigt er zu stärkerer Filzbildung, was im professionellen Bereich durch Vertikutieren und Sanden ausgeglichen werden muss.

Eingesetzt wird er mit hohen Anteilen vor allem in Golfrasen-Mischungen für Greens, Approaches und Fairways sowie in Zierrasen, vereinzelt auch in salzbelasteten Gebrauchs- und Landschaftsrasen entlang von Strassen. Die im Vergleich zu den Schwester-Unterarten erhöhte Salztoleranz macht ihn für kuestennahe Lagen sowie für Flächen mit Streusalzbelastung besonders interessant. Auch die Schattenvertraeglichkeit ist etwas höher als beim Horstrotschwingel. Weniger geeignet ist er für stark trittbelastete Stadionrasen und für überdüngte Hausgartenrasen, in denen die Filzbildung schnell zum Problem wird. Optisch zeigt er ein feines, dichtes Blatt in mittel- bis dunkelgrüner Farbe.

Die Pflege ist anspruchsvoller als beim Ausläuferrotschwingel: Schnitt alle 5 bis 10 Tage auf 2,5 bis 4 cm, regelmäßiges Vertikutieren ein- bis zweimal pro Jahr ist sinnvoll, um die Filzbildung zu kontrollieren. Mähroboter werden problemlos vertragen. Nährstoffbedarf mittel, Wasserbedarf gering bis mittel. Typischer Anlege-Fehler: Überdüngung mit Stickstoff im Sommer, die Filz und Pilzanfaelligkeit fördert. Erster Schnitt etwa 5 bis 7 Wochen nach Aussaat, voll etabliert in Mischung nach etwa 4 bis 5 Monaten.

Keimdauer ca. 10-18 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 10-12 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 2,5-4 cm.

Festuca rubra trichophylla
2% Schafgarbe

Die Gewoehnliche Schafgarbe ist eine ausdauernde Wildstaude aus der Familie der Korbbluetler mit fein gefiederten, aromatischen Blättern und doldenrispigen, meist weiss bis hellrosa gefaerbten Bluetenständen von Juni bis September. Wuchsform: krautige Pflanze, die im regelmäßig gemähten Kraeuterrasen niedrig bleibt und über Ausläufer dichte, bodendeckende Polster bildet. Die zentrale Einschränkung: Sie ist kein klassisches Suessgras und damit keine Bestandskomponente für Sport- oder Zierrasen, sondern gezielt für Kraeuter- und Naturrasen-Konzepte gedacht.

Eingesetzt wird sie vor allem in Kraeuterrasen-, Bluehwiesen-, Magerrasen- und Naturwiesenmischungen sowie zur oekologischen Aufwertung extensiv genutzter Hausgartenflächen. Sie bevorzugt sonnige Standorte auf mäßig trockenen, durchlaessigen und eher mageren Boeden und ist ausgesprochen trockenheits- und hitzevertraeglich sowie anpassungsfähig an karge Verhältnisse. Weniger geeignet ist sie für schattige Lagen, dauerhaft feuchte Standorte sowie für Flächen mit hohem Anspruch an optische Einheitlichkeit. Als oekologisch hochwertige Wildpflanze ist die Schafgarbe Nahrungsgrundlage für zahlreiche Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen und damit eine zentrale Komponente insektenfördernder Bluehmischungen. Optisch faellt sie durch die feinfiedrigen, farnartigen Blätter und die weissen Doldenrispen auf.

Die Pflege ist extensiv: 2 bis 4 Schnitte pro Jahr in Kraeuterrasen-Mischungen, Schnitthöhe 5 bis 8 cm. Mähroboter sind nicht typisch für diese Flächen. Nährstoffbedarf sehr gering: Düngung wird in der Regel vollständig ausgelassen, da Nährstoffeintrag die Konkurrenz der Graeser stärkt und die Wildpflanze verdraengt. Wasserbedarf gering, durch das tiefe Wurzelsystem ist die Schafgarbe ausgesprochen trockenheitstolerant. Typischer Anlege-Fehler: Aussaat in regulaere, gut versorgte Gebrauchsrasen mit der Erwartung dauerhafter Bluete - auf solchen Standorten wird die Schafgarbe binnen zwei Saisons verdraengt. Erster Schnitt etwa 8 bis 10 Wochen nach Aussaat, voll etabliert in Mischung nach etwa 6 bis 12 Monaten.

Keimdauer ca. 14-21 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 12-15 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 5-8 cm.

Achillea millefolium
3% Kräuter und Sonstiges
3% Cynosurus cristatus
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Gewichtete Mittelwerte der wichtigsten Eigenschaften dieser Gebrauchsrasenmischung

Quelle: Bundessortenamt (BSA)
Alle Angaben ohne Gewähr.

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