Warum sind RSM 2.3-Saaten so beliebt?

Wer von einem Rasen mehr erwartet als eine satte Grünfläche, der greift zu RSM 2.3-Saaten. Was zunächst vielleicht nach einem Update klingt, ist zwar so gesehen keines, kann aber durchaus ihr Rasenbild verbessern.

Vorausgesetzt Sie nutzen Ihren Rasen regelmäßig und ausgiebig und wünschen sich einen Rasen, der genau diesen Belastungen auch stand hält. Und weil eben für die meisten ein Rasen nicht nur zum anschauen da ist, sondern vor allem ein Ort zum toben, spielen oder einfach faul herumliegen, ist dies auch gleichzeitig eine der beliebtesten Mischungen unter Gartenbesitzern.

RSM 2.3 – Was bedeutet das?

Leider gibt es viele billige Mischungen, die zwar schnell wachsen, aber auf Dauer nicht das gewünschte Grün bringen. Deshalb veröffentlicht die Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung und Landschaftsbau e.V. jährlich eine Liste mit ebenso effektiven wie qualitativ hochwertigen Rasen-Saatgut-Mischungen (RSM) um den Gartenbesitzer so Sicherheit zu geben.

Weil verschiedene Verwendungszwecke unterschiedlichen Rasen-Saatgut-Mischungen fordern, ist die Liste in übersichtliche Untergruppen unterteilt. Die Kategorie RSM 2.3 befasst sich mit einer speziellen Mischung, die gerade für intensiv genutzten Spielrasen geeignet ist. Wo also die Kinder eifrig im Garten spielen, die Enkel zu Besuch kommen oder wo gemeinsame Grillabende einfach nicht ohne das obligatorische Fußballspiel enden, der fährt mit dieser Mischung genau richtig.

Was ist darin enthalten?

Die RSM 2.3 zeichnet sich durch eine besonders ausgewogene Kombination aus verschiedenen Gräsern mit unterschiedlichen Eigenschaften aus. Strapazierfähigkeit und Trittfestigkeit sind dabei die dominierenden Merkmale. Eine robuste dichte Rasenfläche soll entstehen, die Spiel und Spaß stand halten und gleichzeitig für eine schöne gleichmäßige Grünfläche sorgen.

Die genaue Zusammensetzung kann sich von Mischung zu Mischung leicht unterscheiden um besonders erwünschte Eigenschaften bestimmter Gräser zu betonen. Rotschwingel, Deutsches-Weidelgras und Wiesen-Rispengras sind die Hauptbestandteile dieser Zusammenstellung. Das Läger-Rispengras erfüllt eine besondere Funktion und ist nur einigen Mischungen vertreten.

Es lohnt sich also, sich vorher die genaue Zusammensetzung anzuschauen und zu entscheiden, was sich am besten für Ihren Rasen eignet. Damit dies leichter fällt, hier eine kleine Übersicht über die vertretenen Gräser und ihre näheren Eigenschaften.

Der allseits beliebte Rot-Schwingel

Rot-Schwingel (Festuca rubra) macht ungefähr 40% der RSM 2.3 aus. Dieser Anteil verteilt sich auf die Unterarten Ausläuferschwingel (communata), Horstrotschwingel (rubra) und Kurzausläuferrotschwingel (trichophylla). Wie die Namen bereits andeuten, unterscheiden sich diese Unterarten im Wuchs und ergänzen einander bei der Bildung einer strapazierfähigen Grasnarbe. Allgemein ist Rotschwingel dafür beliebt, dass er sehr flächendeckend wächst und dichte Horste bildet. Darunter versteht man, dass die verschiedenen Triebe besonders eng bei einander wachsen.

Der Klassiker: das Deutsche Weidelgras

Weitere 30% der Mischung bestehen aus dem Deutschen-Weidelgras (Lolium perenne). Diese Grasart wächst sehr schnell und ist rasenbildend. Das heißt, sie bildet mit Hilfe von kurzen Ausläufern Tochterpflanzen und sorgt so für eine gut verzweigte Grasnarbe. Ein weiterer Vorteil des Deutschen-Weidelgras ist, dass es sich nach Belastungen sehr schnell wieder erholt und regeniert.

Wiesen-Rispengras um auch in trockenen Zeiten grün zu sehen

Für die verbleibenden 30% der Mischung steht das Wiesen-Rispengras (poa pratensis). Auch diese Grasart ist mit ihren vielen Ausläufern rasenbildend. Darüber hinaus gilt sie als besonders trittfest und wird gern verwendet, weil sie auch längeren Trockenperioden stand hält.

In schattigen Lagen hilft dasLäger-Rispengras

Darüber hinaus wird einigen RSM der Kategorie 2.3 auch Läger-Rispengras (poa supina) mit einem Anteil von etwa 5% beigemischt. Dieses Gras ähnelt den anderen mit seinen Eigenschaften, braucht aber vergleichsweise weniger Licht. Wer also einen Spielrasen an einem schattigeren Plätzchen anlegen möchte, der sollte unbedingt darauf achten, dass das Läger-Rispengras in der Mischung vertreten ist.

Die Pflege des Spielrasen nach RSM 2.3

Insgesamt ist diese Rasen-Saatgut-Mischung vergleichsweise pflegeleicht und dankbar. Zwei jährliche Düngungen reichern den Boden mit wichtigen Nährstoffen an und unterstützen den Rasen so beim Wachstum. Im Vergleich zu anderen Mischungen, ist diese Zusammensetzung zwar relativ trockenheitsresistent, sollte aber dennoch je nach Witterungsbedingung ab und an gewässert werden.

Die optimale Schnitthöhe liegt bei etwa 4-5 Zentimetern. Wird der Rasen zu kurz geschnitten, dann werden die Pflänzchen geschwächt und können austrocknen, was zu lästigen braunen Flecken führen kann. Deshalb sollte man gerade in Hitzephasen, den Rasen ruhig 1-2 Zentimeter länger stehen lassen um die Gräser ein wenig zu entlasten.

Drei Engel für den perfekten Spielrasen

Die Kombination aus den verschiedenen Grasarten beschert Gartenbesitzer eine zuverlässige und vor allem hoch belastbare Rasenfläche. Rot-Schwingel und Wiesen-Rispengras sorgen für dichten Wuchs, Trittfestigkeit und Strapazierfähigkeit. Das Deutsche Weidelgras hingegen sorgt dafür, dass sich die Spuren einer Grätsche im Eifer des Gefechts, möglichst schnell wieder verwachsen. Ein kleiner Joker für die schattigeren Orte ist das Läger-Rispengras, das auch hier sehr gut wächst und gedeiht.

Alles in allem ist dies eine sehr solide und beliebte Mischung, da sie den Ansprüche der meisten Gartenbesitzern mehr als gerecht wird. Hier lässt es sich ausgiebig spielen, toben, picknicken oder faulenzen. Und durch den vergleichsweise geringen Pflegeaufwand, bleibt am Ende genügend Zeit um sich all diesen Dingen auch ausgiebig hinzugeben.

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