Was ist ein Schattenrasen und welche Besonderheiten sind zu beachten

Das Problem ist wohl vielen Gärtnern bekannt. An manchen, dunklen Orten im Garten will der Rasen einfach nicht richtig wachsen. Nur einzelne Pflänzchen schaffen es sich durchzusetzen, aber eine dichte Rasenfläche bleibt ein Traum. Dabei wäre es doch so schön, auch unter dem Baum eine satte Grünfläche anzulegen! Woran liegt das, dass der Rasen sich hier nicht recht entwickeln mag?

Besonders an schattigeren Orten, können sich gewöhnliche Rasensaatgut-Mischungen nicht voll entfalten. Hier haben Moose und anderer ungewünschter Bewuchs leichtes Spiel und durchsetzen die Grassode. Dazu kommt, dass auch schädliche Pilze sich in diesem Rasenfilz leichter ausbreiten und den Rasen noch weiter schwächen.

Deshalb gibt es besondere Rasensaatgut-Mischungen, die speziell für die Verwendung an den schattigeren Plätzen in Ihrem Garten entwickelt wurden. Dieser sogenannten Schattenrasen gedeiht auch an Orten mit wenig Lichteinfall und bildet so eine saftig grüne Rasenfläche.

Was kann Schattenrasen? Und was nicht?

Der Schattenrasen ist eine Rasensamenmischung aus Grasarten, die auch bei wenig Licht flächendeckend gedeihen und sprießen. Diese Rasensamen wünschen sich genau diese Bedingung und so lassen sich mit ihrer Hilfe auch unter Bäumen saftige Grünflächen anlegen.

Ist der Ort jedoch zu schattig oder zu feucht, dann hilft auch Schattenrasen nicht weiter. In solchen Fällen macht es Sinn zu prüfen, inwiefern das Licht hier verstärkt werden kann. Wird der Bereich beispielsweise durch Hecken oder Bäume verdeckt ist ein Baumschnitt denkbar. Hauswände oder andere Gebäude lassen sich nicht verändern, so dass über einen alternativen Bodendecker wie Efeu nachgedacht werden sollte.

Wie kann ich Schattenrasen anlegen?

Bei der Anlegung einer Rasenfläche unterscheidet sich Schattenrasen kaum von den herkömmlichen Saatgut-Mischungen. Sie sollten also den Boden vorher auflockern und von Unkraut und Steinen befreien. Es lohnt sich auch den Boden mit einem speziellen Starter Dünger vorzubereiten. Dadurch wird der Wurzelwuchs beschleunigt und der Rasen entwickelt sich schneller.

Bei der Wahl der richtigen Schattenrasen-Saatmischung sollten Sie nicht zu sparsam sein. Immerhin geht es darum Rasen an einer Stelle anzusiedeln, an der er sich damit eigentlich schwer tut. Hochwertige Produkte erhöhen dabei die Aussicht auf Erfolg.

Der optimale Zeitpunkt um Schattenrasen anzulegen ist das Frühjahr. Sobald die letzten Fröste Geschichte sind, können sie mit der Aussaat beginnen. Je früher Sie ihn aussäen, desto besser. Denn die Bäume und Büsche tragen jetzt noch kein Laub und so kann mehr Sonne zu den keimenden Pflänzchen durchdringen.

Natürlich sollten Sie nun auch darauf achten, dass die neu angelegte Rasenfläche immer feucht bleibt. Denken Sie aber unbedingt daran, dass der Boden an schattigeren Orten meist eh schon feuchter ist. Überprüfen Sie also vorher den Boden um sicherzustellen, dass wirklich gewässert werden sollte. Wenn die Oberfläche zu nass gehalten wird, fehlt den Rasensamen Sauerstoff und sie beginnen nicht zu keimen.

Die erste Pflege

Nachdem die ersten Samen ihre grünen Spitzchen zeigen, sollten sie den Rasen erst einmal in Ruhe wachsen lassen und nur ausreichend wässern. Erst wenn die Pflänzchen eine Höhe von etwa 10 Zentimetern erreicht haben, ist es Zeit für den ersten Schnitt. Dieser sollte aber sehr hoch um die angehenden Pflanzen nicht zu schwächen. 8 Zentimeter sind für den ersten Schnitt eine gute Höhe.

Schattenrasen richtig pflegen

Auch in der Folgezeit sollten sie Schattenrasen etwas höher mähen als herkömmliche Grasarten. Eine Schnitthöhe von 6-8 Zentimetern ist optimal und sorgt dafür, dass der Rasen stets ausreichend Kraft hat um weiter zu wachsen und ein dichteres Wurzelwerk zu bilden.

Und auch die Bewässerung sollten Sie nur vornehmen, wenn der Boden wirklich nach nahrhaftem Nass durstet. Im Gegensatz zu Grünflächen, die der Sonne viel ausgeliefert sind, halten sich Tau und Regenwasser im Schutz des Schattens deutlich länger.

Da schattige Orte auch Lieblingsorte für Moose und anderes Unkraut sind, sollte der Rasen mindestens einmal jährlich vertikutiert werden. Hierfür eignet sich am besten das Frühjahr. Dabei wird der ungewünschte Bewuchs entfernt und der Rasen bekommt Luft zu atmen und sich weiter zu verdichten.

Letztlich sollten Sie durch eine regelmäßige Düngung auch sicherstellen, dass Ihr Boden den Rasenpflanzen stets die richtigen Nährstoffe bietet. Außerdem macht es Sinn einmal im Jahr Kalk auszubringen. Der reguliert den ph-Wert im Boden und erschwert so zusätzlich Moosen in der Grassode Fuß zu fassen.

Schattenrasen – eine starke Alternative

Mit Hilfe von Schattenrasen lässt sich auch an schattigeren Orten eine satte Rasenfläche anlegen. Die Rasenpflege unterscheidet sich nicht sehr von der Pflege für herkömmliche Grasarten. Dennoch ist dabei besonderes Fingerspitzengefühl gefragt. Besonders bei der Bewässerung sollte man nicht übertreiben.

Doch wenn der Rasen angeht und prächtig gedeiht, können Sie bald schon die kleine Bank aus der Garage hervorholen und unter den Baum stellen. So lässt sich der Garten dann auch an sonnigen Tagen im angenehm kühlen Schatten im Grünen genießen.

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