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Kiepenkerl RSM 8.1.3 Biotopflächen Magerstandorte neutral-alkalisch

Artenzusammensetzung (nach Herstellerangabe): 20 % Schafschwingelarten (20 % Raublättriger Schafschwingel), 20 % Rotschwingel (10 % Ausläuferrotschwingel, 10 % Horstrotschwingel), 0,5 % Schafgarbe, 59,5 % Kräuter und Sonstiges.

Produktbild von Kiepenkerl RSM 8.1.3 Biotopflaechen Magerstandorte neutral-alkalisch mit einer Wiese aus verschiedenen Wildblumen und Gruenpflanzen.
88,99 € *
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Gebindegröße:

  • 624160
  • 4000159624160
  • trockenheitsverträglich, anspruchslos, pflegearm
  • alle, besonders neutral-alkalische und magere
  • 1
  • 5 g/m²
  • 200,0 m²
  • 0,44 EUR
  • gering
  • gering
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Produktinformationen "Kiepenkerl RSM 8.1.3 Biotopflächen Magerstandorte neutral-alkalisch"

Kiepenkerl RSM 8.1.3 Biotopmischung für ausgeprägte Magerstandorte

Kiepenkerl Biotopmischung für ausgeprägte Magerstandorte, neutral-alkalisch

Produkübersicht Kiepenkerl Regelsaatgutmischung 8.1.3

  •  Standort: Magere Standorte
  •  Belastbarkeit: Gering
  •  Pflege: Sehr gering, 1-3 Schnitte im Jahr
  •  Schnitthöhe: 5-10 cm
  •  Aussaat: 5 g (3-7 g)/m², bei Erosionsgefahr 15 g/m² Aussaatmenge und Halbierung des Kräuteranteils
  •  Klimaraum: Ohne Einschränkung (außer Extremlagen)
  •  Die hier angebotene Menge Samen reicht für 140-200 qm/kg, bei Erosionsgefahr ca. 65 qm/kg.

Kiepenkerl RSM 8.1.3 setzt sich ausfolgenden Kräutern und Gräsern zusammen:

Maximale Wuchshöhe: hoch (1m und höher)
Aussaat Mindesttemperatur: 10-15 °C
Aussaattiefe: 0,5 cm
Aussaatzeitraum von-bis: April-September
Belastbarkeit: gering
Bevorzugter Boden (Blumen): mager
Blüte: Juli-Oktober
Erste Blüte nach: 8 Wochen
Idealer Ausaatzeitraum: Mai-Juni, September
Lebensdauer (Blumen): mehrjährig
Reichweite in m²: 200
Schnitte im Jahr: 1-3
Standort (Blumen): sonnig, trocken
Wuchshöhe: 40-120 cm
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Hersteller "Kiepenkerl"

Details zur Produktsicherheit:

Verantwortliche Person für die EU

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Bruno Nebelung GmbH
Freckenhorster Str. 32
48351 Everswinkel
 
Telefon: +49 (0)2582 - 670 0

 

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Zusammensetzung nach Arten
Sortendetails werden gerade ergänzt

Die genaue Sortenzusammensetzung dieser Mischung pflegen wir gerade nach - sobald uns die aktuelle Charge vorliegt, ergänzen wir hier die einzelnen Sorten. Die unten dargestellte Artenzusammensetzung entspricht den Herstellerangaben.

In diesem Bereich finden Sie Details zur Zusammensetzung der angebotenen Rasenmischung, unterteilt nach Arten und Sorten. Als derzeit einziger Anbieter, verknüpfen wir von www.rasensamen-kaufen.de die enthaltenen Gräsersorten mit den Ergebnissen der Rasenprüfung des Bundessortenamts. Klicken Sie hier um mehr darüber zu erfahren woher diese Daten kommen und was Sie bedeuten.

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Rasenmischungen werden in den allermeisten Fällen als Zusammensetzung verschiedener Sorten, ein- oder mehrerer Arten angeboten.

Arten sind unterschiedliche Gräser, z.B. Lolium Perenne (Deutsches Weidelgras) und Poa pratensis (Wiesenrispe).
Jede Art, verfügt über einige charakteristische Eigenschaften, wie z.B. der schnelle Wuchs und die hohe Strapazierfähigkeit von Lolium perenne.

Sorten sind die unterschiedlichen Züchtungen innerhalb einer Art, so gibt es z.B. mehr als 100 zugelassene Sorten der Art Lolium perenne.

Die Sorten einer Art teilen sich somit die grundsätzlichen Eigenschaften der Art, unterscheiden sich aber im Detail und abhängig vom Züchtungsziel teils stark voneinander. Diese Züchtungsziele können z.B. sein:

  • besonders helle, oder besonders dunkle Färbung.
  • hohe Blattfeinheit und Narbendichte.
  • besonders hohe Strapazierfähigkeit für den Einsatz in Sportrasen.
  • langsamer Wuchs bei hohem Deckungsgrad für den Einsatz im Landschaftsrasen.
  • und viele mehr. 

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In Deutschland übernimmt diese Aufgabe das Bundessortenamt (BSA)

Das Bundessortenamt ist zuständig für die Erteilung von Sortenzulassungen und Sortenschutz. Vereinfacht gesagt: wer in Deutschland eine neue Sorte Saatgut in Verkehr bringen möchte, muss hierzu eine Sortenzulassung vom Bundessortenamt erlangen. Damit eine neue Sorte zugelassen wird, muss die neue Sorte Verbesserungen gegenüber bestehender Sorten aufweisen können, andernfalls wird sie nicht zugelassen.

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Das Bundessortenamt nimmt hierzu alle 2 Jahre eine Reihe von Prüfungen von Rasengräsern vor und veröffentlicht die Ergebnisse in der "Beschreibenden Sortenliste Rasengräser".
Die Gräser werden dabei auf verschiedene Kriterien getestet und auf einer Skala von 1- 9 bewertet, wobei hohe Werte die wünschenswerten Ausprägungen bedeuten.

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Die in den folgenden Gruppen getesteten Raseneigenschaften sind im wesentlichen immer die gleichen, der Unterschied liegt in der Art der Nutzung.

Zur Verdeutlichung: Die Narbendichte einer Sorte kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem ob sie kaum (im Landschaftsrasen), regelmäßig (im Gebrauchsrasen) oder stark (im Strapazierrasen) bzw. unter Tiefschnittbedingungen belastet und gepflegt wird.

  • Prüfung auf Gebrauchsraseneignung
    Alle Rasengräser werden dieser Prüfung unterzogen.
     
  • Ergänzende Prüfung auf Strapazierraseneignung
    Getestet werden nur die grundsätzlich für die Strapazierrasennutzung geeigneten Arten.
     
  • Tiefschnittraseneignung
    Getestet werden nur die grundsätzlich für den Tiefschnitt geeigneten Arten.
     
  • Ergänzende Prüfung auf Landschaftsraseneignung
    Getestet werden die meisten, wenn auch nicht alle Arten.

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Anhand der erzielten Rasenbewertungen, leitet das Bundessortenamt nun je nach Gruppe die sogenannten Eignungen ab.
Bei den Bewertungen der Eignungen, wird zudem die Art der getesteten Sorte berücksichtigt, da einige Arten per se besser für z.B. Strapazierrasen geeignet sind als andere.

  • Eignung im Gebrauchsrasen (und Eignung im Zierrasen). 
  • Eignung im Strapazierrasen
  • Eignung im Landschaftsrasen
  • Eignung im Tiefschnittrasen

Die erreichten Eignungen sind zum einen natürlich von großer Bedeutung für den Züchter, aber auch für den interessierten Verbraucher interessant.

So sehen die Vorgaben bei Regelsaatgutmischungen bestimmte Mindesteignungen je Art vor, in einer Regelsaatgutmischung 2.3 - Gebrauchsrasen Spielrasen, müssen Beispielsweise mindestens 2 Sorten Lolium perenne enthalten sein, wovon eine mindestens die Gebrauchsraseneignung 6, die andere mindestens die Gebrauchsraseneignung 7 aufweisen muss.

Besonders erfolgreiche Züchtungen, also Sorten die viele wünschenswerte Eigenschaften und hohe Eignungsbewertungen miteinander verbinden, sind natürlich dementsprechend hochpreisiger. Wenn Sie sich also schon mal gefragt haben, woher die Preisunterschiede bei Rasensamen kommen, oder "warum das Gras auf der anderen Seite immer etwas grüner ist",  - die Antwort liegt zumeist in den verwendeten Sorten.

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20% 10% 10% 59.5%
20% Raublättriger Schafschwingel Festuca trachyphylla
10% Ausläuferrotschwingel Festuca rubra rubra
10% Horstrotschwingel Festuca rubra commutata
0.5% Schafgarbe Achillea millefolium
59.5% Kräuter und Sonstiges
Zusammensetzung nach Arten
20% Schafschwingelarten

Die Schafschwingelarten der Gattung Festuca bilden eine Gruppe sehr feinblättriger, horstig wachsender Graeser ohne Ausläuferbildung, die durch ihre ausgeprägte Anspruchslosigkeit charakterisiert sind. Gemeinsam ist allen Arten der Gruppe ein geringes Wasser- und Nährstoffbedürfnis, ein meist grau- bis blaugrünes, borstig schmales Blatt und eine Bevorzugung magerer, durchlaessiger Boeden in sonniger bis halbschattiger Lage. Eingesetzt werden sie überall dort, wo dauerhafte Belastbarkeit zugunsten extensiver Pflege und Trockenheitsvertraeglichkeit zurückstehen darf.

Die wichtigsten Arten im Überblick: Der Haar-Schafschwingel (Festuca filiformis) ist die feinblättrigste der Gruppe mit fadenartig schmalen, blaugrün schimmernden Blättern und ausgesprochen geringer Konkurrenzkraft auf nährstoffreichen Standorten - er ist ein Spezialist für magerste Trockenlagen und Dachbegrünungen. Der Raublättrige Schafschwingel (Festuca trachyphylla) ist mit raulich-borstigem Blatt die konkurrenzstärkste, tiefschnittvertraeglichste und am Golfrasen-Rough am häufigsten eingesetzte Art der Gruppe. Der Gemeine Schwingel (Festuca ovina vulgaris) steht zwischen beiden, mit guter Anpassung an Magerstandorte, Sandboeden und Heidelagen.

Pflegerisch gilt für alle Arten der Gruppe: Schnitt extensiv auf 3 bis 6 cm, je nach Art und Mischung, Düngung minimal, Bewässerung nur in Etablierungsphase. Bei intensiver Düngung oder regelmäßiger Bewässerung werden die Arten von konkurrenzstärkeren Rasengraesern wie Lolium perenne oder Poa pratensis verdraengt - die Anspruchslosigkeit ist ihre Stärke und gleichzeitig ihre Grenze.

Wuchsform: rein horstig, keine Ausläufer. Grau- bis blaugrüne, borstig schmale Blätter.

Festuca
20% Raublättriger Schafschwingel

Der Raublättrige Schafschwingel ist die konkurrenzstärkste und tiefschnittvertraeglichste Art der Schafschwingel-Gruppe. Wuchsform: horstig mit schmalen, raulich-borstigen Blättern in meist grau- bis blaugrüner Faerbung. Im Gegensatz zum sehr feinen Haar-Schafschwingel und zum etwas konkurrenzschwaecheren Gemeinen Schafschwingel ist er deutlich trittfester und vertraegt regelmäßigen Schnitt. Die zentrale Einschränkung: Bei intensiver Düngung und ausbleibender Pflege neigt er zu starker Filzbildung, der durch Vertikutieren entgegengewirkt werden muss.

Eingesetzt wird er mit moderaten Mischungsanteilen in Zier- und Gebrauchsrasenmischungen unter Tiefschnitt- und Trockenbedingungen, insbesondere im Golfrasen (Semirough, Hardrough), in Trockenlagen-Gebrauchsrasen, regelmäßig in Landschaftsrasen und in extensiven Dachbegrünungen. Er bevorzugt leichte, trockene und nährstoffarme Boeden und zeigt eine ausgeprägte Trockenheits- und Sommerhitzevertraeglichkeit, die ihn gegenüber Deutschem Weidelgras deutlich abhebt. Weniger geeignet ist er für staunasse Standorte und für hochwasserversorgte, überdüngte Hausgartenrasen. Optisch faellt er durch das raulich-borstige, grau- bis blaugrüne Blatt und einen mitteldichten Bestand auf.

Die Pflege passt zur Trockenrasen-Verwendung: Schnitt alle 7 bis 14 Tage auf 3 bis 5 cm, im Golf-Rough auch höher gehalten. Mähroboter werden vertragen. Nährstoffbedarf gering, eine Düngergabe pro Jahr reicht in der Regel aus, mehr fördert Filzbildung. Wasserbedarf gering, ausgesprochen trockenheits- und hitzevertraeglich. Typischer Anlege-Fehler: überzogene Stickstoff-Düngung im Hausgartenrasen, die zu Filz und Pilzanfaelligkeit führt. Erster Schnitt etwa 6 bis 8 Wochen nach Aussaat, voll etabliert in Mischung nach etwa 4 bis 5 Monaten.

Keimdauer ca. 14-21 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 10-12 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 3-5 cm.

Festuca trachyphylla
20% Rotschwingel

Der Rotschwingel gehoert zu den drei tragenden Rasengraesern im deutschen Markt und ist die feinblättrigste der drei Leitarten. Die Besonderheit liegt in der Bandbreite seiner Unterarten: vom dichthorstigen, ausläuferlosen Festuca rubra commutata über den kurzausläuferbildenden Festuca rubra trichophylla bis zum lang ausgeprägt rhizombildenden Festuca rubra rubra deckt die Art ein ungewoehnlich breites Anwendungsspektrum ab. Die zentrale Einschränkung: Die Trittfestigkeit liegt unter der des Deutschen Weidelgrases, für reine Stadionrasen ist die Art daher nicht die Hauptkomponente.

Eingesetzt wird der Rotschwingel überall dort, wo eine feine Narbe und eine pflegearme, trockenheitsvertraegliche Komponente gefragt sind: Zier- und Sichtrasen, Golfrasen einschließlich Greens, Tees und Fairways, Gebrauchsrasen in Mischung mit Wiesenrispe und Weidelgras, Landschaftsrasen sowie Kraeuter- und Blumenwiesen. Auch im lichten Halbschatten unter Baeumen behauptet er sich gut, im dichten Baumschatten oder auf dauerhaft staunassen Mulden ist er weniger geeignet. Optisch zeigt er ein sehr feines, oft borstig schmales Blatt mit mittel- bis dunkelgrüner Farbe, barfusstauglich und im Schnitt angenehm weich.

Die Pflege ist anspruchsarm: Schnitt alle 7 bis 14 Tage auf 2,5 bis 5 cm (Zierrasen tiefer, Gebrauchs- und Landschaftsrasen höher), Mähroboter werden problemlos vertragen. Der Nährstoffbedarf ist gering bis mittel, eine Gabe im Frühjahr und eine im Spätsommer reichen aus, Überdüngung fördert Filzbildung. Wasserbedarf gering, bewässert wird selten und dafür durchdringend - die Art ist eines der trockenheitstolerantesten gaengigen Rasengraeser. Typischer Anlege-Fehler: zu reichliche Stickstoff-Düngung im Sommer, die zu Filz und Pilzanfaelligkeit führt. Erster Schnitt etwa 5 bis 7 Wochen nach der Aussaat bei 8 bis 10 cm Bestandshöhe, vorsichtige Begehung nach rund 6 bis 8 Wochen, voll trittfest in Mischung nach etwa 4 bis 5 Monaten.

Keimdauer ca. 10-18 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 10-12 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 2,5-5 cm.

Festuca rubra
10% Ausläuferrotschwingel

Der Ausläuferrotschwingel ist die einzige Rotschwingel-Unterart, die längere, kräftige unterirdische Ausläufer (Rhizome) ausbildet und damit Luecken in der Grasnarbe vergleichsweise zuegig selbsttätig schließt - eine Eigenschaft, die in ihrer Ausprägung an die Wiesenrispe erinnert, jedoch auf magereren Standorten. Wuchsform: feinblättrig, locker bis mittel dichtwüchsig, mit ausgeprägtem Rhizomgeflecht. Die zentrale Einschränkung: Die Narbe ist eher locker und mittelfein, im Vergleich zum dichthorstigen Horstrotschwingel und zum kurzausläuferbildenden Festuca rubra trichophylla deutlich weniger dicht und auch weniger tiefschnittvertraeglich.

Eingesetzt wird er mit hohen Anteilen vorwiegend in Landschaftsrasen-Mischungen, in Gebrauchsrasen, in Kraeuter- und Blumenwiesen sowie in Begrünungsmischungen für Strassenbegleitgrün und Böschungen. Aufgrund des rhizombildenden Wuchses ist er besonders gut für den Erosionsschutz an Böschungen und Daemmen geeignet. Weniger geeignet ist er für hochwertige Zier- und Golfrasen mit hohem Anspruch an Narbendichte und Tiefschnittvertraeglichkeit. Optisch zeigt er ein feines, mittelgrünes Blatt und einen lockeren, naturnahen Bestand, barfusstauglich.

Die Pflege ist extensiv ausgerichtet: Schnitt alle 10 bis 21 Tage auf 4 bis 6 cm, in Landschaftsrasen auch nur 4 bis 6 Schnitte pro Jahr. Mähroboter werden vertragen, sind aber wegen der eher hochständigen Halme nicht typisch. Nährstoffbedarf gering, eine Düngergabe im Frühjahr reicht in der Regel aus. Wasserbedarf gering, gute Trockenheits- und Frosttoleranz. Typischer Anlege-Fehler: Verwendung in tiefschnittgepflegten Zierrasen, in denen die Art nicht die geforderte Narbendichte liefert. Erster Schnitt etwa 6 bis 8 Wochen nach Aussaat, voll etabliert in Mischung nach etwa 5 bis 6 Monaten.

Keimdauer ca. 10-18 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 10-12 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 4-6 cm.

Festuca rubra rubra
10% Horstrotschwingel

Der Horstrotschwingel ist die feinblättrigste der drei Rotschwingel-Unterarten und der klassische Spitzenrasen-Vertreter der Gruppe. Wuchsform: strikt horstig, ohne jegliche Ausläuferbildung, mit borstig feinen, dunkelgrünen Blättern. Durch den extrem dichten Horstwuchs erzeugt er eine außerordentlich dichte, gleichmäßige Rasennarbe und ist ausgeprägt tiefschnittvertraeglich. Die zentrale Einschränkung: Da er keine Ausläufer bildet, kann er Trittschäden nicht selbst schließen - Kahlstellen müssen nachgesaet werden, und die Regenerationsfähigkeit liegt deutlich unter der des Ausläuferrotschwingels.

Eingesetzt wird er mit hohen Anteilen vor allem in Zierrasen- und Golfrasen-Mischungen für Greens, Tees, Approaches und Spielbahnen, oft in Kombination mit Festuca rubra trichophylla und Agrostis capillaris. In geringeren Anteilen ist er auch in Gebrauchs- und Landschaftsrasen vertreten. Weniger geeignet ist er für schwere Stadion-Trittbelastungen und für hochwasserversorgte, überdüngte Standorte, weil dort konkurrenzstärkere Arten ihn schnell verdraengen. Optisch zeigt er eines der feinsten Blätter der gaengigen Rasengraeser und einen tiefdunklen, samtigen Rasenton, barfusstauglich und im Schnitt sehr angenehm.

Die Pflege passt zur Spitzenrasen-Verwendung: Schnitt alle 5 bis 10 Tage auf 2 bis 4 cm im Zierrasen, im Golfbereich tiefer. Mähroboter werden problemlos vertragen. Nährstoffbedarf gering bis mittel, Überdüngung fördert Filzbildung und Pilzanfaelligkeit, im Zierrasen reichen zwei Düngergaben pro Jahr. Wasserbedarf gering, bewässert wird selten und durchdringend. Typischer Anlege-Fehler: Verwendung in stark belasteten Spielrasen mit der Erwartung an die Regenerationsleistung der Wiesenrispe - der Horstrotschwingel ist eine Optik- und Tiefschnitt-Komponente, keine Strapazier-Art. Erster Schnitt etwa 5 bis 7 Wochen nach Aussaat, vorsichtige Begehung nach rund 6 bis 8 Wochen, voll etabliert in Mischung nach etwa 4 bis 5 Monaten.

Keimdauer ca. 10-18 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 10-12 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 2-4 cm.

Festuca rubra commutata
0.5% Schafgarbe

Die Gewoehnliche Schafgarbe ist eine ausdauernde Wildstaude aus der Familie der Korbbluetler mit fein gefiederten, aromatischen Blättern und doldenrispigen, meist weiss bis hellrosa gefaerbten Bluetenständen von Juni bis September. Wuchsform: krautige Pflanze, die im regelmäßig gemähten Kraeuterrasen niedrig bleibt und über Ausläufer dichte, bodendeckende Polster bildet. Die zentrale Einschränkung: Sie ist kein klassisches Suessgras und damit keine Bestandskomponente für Sport- oder Zierrasen, sondern gezielt für Kraeuter- und Naturrasen-Konzepte gedacht.

Eingesetzt wird sie vor allem in Kraeuterrasen-, Bluehwiesen-, Magerrasen- und Naturwiesenmischungen sowie zur oekologischen Aufwertung extensiv genutzter Hausgartenflächen. Sie bevorzugt sonnige Standorte auf mäßig trockenen, durchlaessigen und eher mageren Boeden und ist ausgesprochen trockenheits- und hitzevertraeglich sowie anpassungsfähig an karge Verhältnisse. Weniger geeignet ist sie für schattige Lagen, dauerhaft feuchte Standorte sowie für Flächen mit hohem Anspruch an optische Einheitlichkeit. Als oekologisch hochwertige Wildpflanze ist die Schafgarbe Nahrungsgrundlage für zahlreiche Wildbienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen und damit eine zentrale Komponente insektenfördernder Bluehmischungen. Optisch faellt sie durch die feinfiedrigen, farnartigen Blätter und die weissen Doldenrispen auf.

Die Pflege ist extensiv: 2 bis 4 Schnitte pro Jahr in Kraeuterrasen-Mischungen, Schnitthöhe 5 bis 8 cm. Mähroboter sind nicht typisch für diese Flächen. Nährstoffbedarf sehr gering: Düngung wird in der Regel vollständig ausgelassen, da Nährstoffeintrag die Konkurrenz der Graeser stärkt und die Wildpflanze verdraengt. Wasserbedarf gering, durch das tiefe Wurzelsystem ist die Schafgarbe ausgesprochen trockenheitstolerant. Typischer Anlege-Fehler: Aussaat in regulaere, gut versorgte Gebrauchsrasen mit der Erwartung dauerhafter Bluete - auf solchen Standorten wird die Schafgarbe binnen zwei Saisons verdraengt. Erster Schnitt etwa 8 bis 10 Wochen nach Aussaat, voll etabliert in Mischung nach etwa 6 bis 12 Monaten.

Keimdauer ca. 14-21 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 12-15 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 5-8 cm.

Achillea millefolium
59.5% Kräuter und Sonstiges
5% Anthoxanthum odoratum, 2% Brachypodium pinnatum, 3% Briza media, 2% Bromus erectus, 5% Bromus mollis, 10% Cynosurus cristatus, 1% Koeleria pyramidata, 2% Trisetum flavescens, 2% Agrostemma githago, 1.5% Anthemis tinctoria, 0.2% Campanula glomerata, 1.5% Centaurea cyanus, 1.5% Centaurea scabiosa, 1.5% Daucus carota, 1.5% Dianthus carthusianorum, 0.5% Galium verum, 1.5% Hypericum perforatum, 1% Knautia arvensis, 0.5% Leontodon hispidus, 1.5% Leucanthemum vulgare, 0.3% Lotus corniculatus, 1.5% Malva moschata, 1.5% Onobrychis viciifolia, 1% Origanum vulgare, 1% Papaver rhoeas, 1.5% Pimpinella saxifraga, 2% Salvia pratensis, 2.5% Sanguisorba minor, 1% Silene vulgaris, 0.7% Thymus pulegioides, 1.8% Tragopogon pratensis
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Gewichtete Mittelwerte der wichtigsten Eigenschaften dieser Gebrauchsrasenmischung

Quelle: Bundessortenamt (BSA)
Alle Angaben ohne Gewähr.