Artenzusammensetzung (nach Herstellerangabe): 70 % Rohrschwingel, 20 % Wiesenrispe, 10 % Deutsches Weidelgras.
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- Artikel-Nr.: 69222
- EAN: 4011239301482
- Highlights: trockenheitsverträglich, strapazierfähig, schattenverträglich
- Standort: alle, besonder trocken
- Inhalt in kg und Versandgewicht: 10
- Aussaatmenge: 35 g/m²
- Ausreichend für ca: 285,7 m²
- Kosten je m²: 0,31 EUR
- Pflegeaufwand: mittel
- Belastbarkeit: hoch
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Greenfield GF 222 strapazierfähier Gebrauchsrasen für extreme Trockenlagen RSM 2.2.2 im 10 kg-Gebinde - auch für halbschattige Standorte geeignet.
Mit dem 10 kg Greenfield RSM 2.2.2 Rasen für strapazierfähige Trockenlagen sieht Ihre Rasenfläche immer gut aus.
Zertifizierte Mischung passt sich optimal an
Extrem trockene Sommer werden auch in Deutschland zunehmen. Gut, dass es Rasenmischungen gibt, die auch längere Trockenperioden gut verkraften können. Der 10 kg Greenfield RSM 2.2.2 Rasen für strapazierfähige Trockenlagen ist so eine Rasenmischung. Hauptbestandteil der geprüften und zertifizierten Mischung ist die Grasart Festuca arundinacea (Rohrschwingel). Diese Art bildet besonders lange Wurzeln, die bis zu 60 -80 cm tief in die Erde ragen. Aus diesem Grund erreichen die Wurzeln auch tief liegende Wasserreservoirs in der Erde, was Ihrem Rasen zugutekommt. Denn so erstrahlt er auch im Sommern in einem satten Grün. Ein weiterer Vorteil: Dank des hohen Anteils an Festuca arundinacea hält der 10 kg Greenfield RSM 2.2.2 Rasen für strapazierfähige Trockenlagen auch kalte Wintertemperaturen vergleichsweise gut aus und bietet somit einen guten Winteraspekt.
Auch für halbschattige Standorte geeignet
Die meisten Rasenmischungen brauchen uneingeschränkt Licht, um eine schöne und dichte Grasnarbe zu bilden. Der Greenfield RSM 2.2.2 Rasen für strapazierfähige Trockenlagen gedeiht jedoch auch im Halbschatten. Somit stellt diese Regelsaatgutmischung eine interessante Alternative an ansonsten schwierigen Standorten (trocken-halbschattig) dar. Darüber hinaus ist der vergleichweise breitblättrige Greenfield RSM 2.2.2 Rasen äusserst belastbar. Das macht ihn für trockene Gartenecken ebenso interessant wie als Spielrasen im großen Familiengarten.
Der 10 kg Greenfield RSM 2.2.2 Rasen für strapazierfähige Trockenlagen
- Standort: Warme, trockene und halbschattige Standorte
- Aufwand durch Pflege: Gering bis hoch in Abhängigkeit vom Belastungsausmaß
- Belastbarkeit: Hoch
- Aussaat-Menge: 35 Gramm/qm
- Für eine Fläche von ca. 280 m²
Pflegeaufwand variiert je nach Belastbarkeit
Jeder Rasen braucht ein gewisses Maß an Pflege. Das ist auch beim 10 kg Greenfield RSM 2.2.2 Rasen für strapazierfähige Trockenlagen nicht anders. Wird der Rasen stark belastet, ist etwas mehr Pflege erforderlich als bei einer geringen Belastung. Unabhängig vom Belastungsgrad gilt jedoch, dass rohrschwingel-basierter Rasen tendenziell eine Düngung mehr benötigt als gewohnt, düngen Sie ihn also für ein optimales Ergebnis besser 4 x statt der gewohnten 3x im Jahr.
Die Besonderheiten von Trockenrasen auf Rohrschwingel-Basis wie der RSM 2.2.2 :
Der Rohrschwingel, auch bekannt als Festuca arundinacea, ist eine bemerkenswerte Rasenart, die sich durch ihre bemerkenswerte Trockenheitsverträglichkeit und Strapazierfähigkeit auszeichnet. Im Gegensatz zu gängigen Rasenmischungen wie dem Spiel- und Sportrasen, der oft einen sehr hohen Anteil an Lolium perenne aufweist, zeichnet sich der Rohrschwingel durch eine längere Keimzeit aus. Unter idealen Bedingungen wird es ca 25 Tage dauern, bis die ersten grünen Spitzen des Rohrschwingels aus dem Boden sprießen. Zudem bevorzugt der Rohrschwingel wärmere Temperaturen für seine Keimung, idealerweise um die 15 Grad Celsius, im Vergleich zu den üblicherweise für andere Gräser geltenden 10 Grad. Daher sollte diese Mischung nicht zu früh (und nicht zu spät) im Jahr gesät werden.
Die Regelsaatgutmischung 2.2.2 enthält auch kleinere Anteile von Lolium perenne und Poa pratensis, zwei Gräserarten, die schneller keimen als der Rohrschwingel. Dies führt zu Beginn zu einem eher spärlichen Erscheinungsbild des Rasens, was manchmal den Eindruck erwecken kann, dass die Aussaat nicht erfolgreich war. Doch dieser erste Eindruck täuscht, denn der Hauptbestandteil der Mischung, der Rohrschwingel, benötigt einfach mehr Zeit zum Keimen und was Sie anfangs sehen, ist nur der (kleine) Anteil Lolium.
Während dieser entscheidenden Keimphase ist es von größter Bedeutung, die Bewässerung konstant aufrechtzuerhalten. Auch wenn der ausgewachsene Rohrschwingel für seine Trockenheitsverträglichkeit bekannt ist, darf auch bei Trockenrasen der junge Keimling nicht austrocknen. Die Trockenheitsverträglichkeit des Rohrschwingels ergibt sich erst, wenn die tiefen Wurzeln des Grases ausgebildet sind und Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen können.
Eine weitere Beonderheit: Besonders bei zu frühen (kalten) Aussaatterminen, kann es scheinen, als würde sich viel Unkraut zeigen. Dieses Unkraut stammt jedoch nicht aus der Rasenmischung, sondern ist in fast jedem Boden vorhanden und erhält durch die Rasenaussaat bzw. die damit verbundene Bodenvorbereitung optimale Wachstumsbedingungen. Da der Rohrschwingel jedoch länger zum Keimen benötigt, und wie beschrieben auch etwas höhere Temperaturen bevorzugt, hat das Unkraut zunächst die Möglichkeit, ungestört zu keimen. Mit der Zeit und durch regelmäßigen Schnitt wird das Unkraut jedoch verdrängt, da es im Allgemeinen deutlich weniger schnittverträglich ist als der robuste Rohrschwingel.
Das "falsche Saatbett" - Ein effektiver Tipp gegen Unkraut
Ein effektiver Weg, um das in jedem Boden vorhandene Unkraut schon vorab zu bekämpfen, ist die Methode des "falschen Saatbetts". Diese Methode ist nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch bei der Rasenanlage sehr effektiv. Sie basiert auf der Idee, Unkrautsamen gezielt zum Keimen zu bringen, um sie dann zu entfernen, bevor sie eine Chance haben, sich auszubreiten.
Die Methode des "falschen Saatbetts" beginnt mit der sorgfältigen Vorbereitung des Bodens, genau wie bei der normalen Rasenanlage. Der Boden wird gründlich durchgeharkt und gerecht, aber danach brach liegen gelassen. In der feinkrümeligen Erde beginnen die Unkrautsamen schnell zu keimen. Kurz vor der eigentlichen Rasensaussaat können die Unkrautkeimlinge dann leicht entfernt oder umgebrochen werden, ohne neue Samen aus tieferen Schichten nach oben zu befördern.
Auf Rohrschwingel basierender Trockenrasen ist somit eine faszinierende Rasenart, die trotz anfänglicher Herausforderungen eine robuste und trockenheitsresistente Rasenfläche bildet, die sowohl für ihre extreme Ausdauer unter schwierigen Bedingungen als auch für ihre Strapazierfähigkeit geschätzt wird.
| Regelsaatgutmischung: | ja |
| Schattenrasen: | ja |
| Trockenrasen: | ja |
| Reichweite in m²: | 280 |
| Belastbarkeit: | mittel bis hoch |
Details zur Produktsicherheit:
Verantwortliche Person für die EU
Verantwortlich für dieses Produkt ist der in der EU ansässige Wirtschaftsakteur:
Feldsaaten Freudenberger GmbH & Co. KG
Magdeburger Straße 2 | 47800 Krefeld
Telefon: +49 2151 / 4417-0
Fax: +49 2151 / 4417-433
Schlechte Qualität
Ich habe diese Rasenmischung insgesamt zwei mal auf meine Fläche ausgesäht. Auch nach täglichem regelmäßigem bewässern hat der Rasen nur wenig gekeimt. Nach vier Wochen intensiver Pflege haben nur ca. 25% gekeimt. Das ist absolut Mangelhaft für so viel Geld. Habe jetzt ein Samen für weniger Geld beim Agrar Handel gekauft, dieser kam schon nach 7 Tagen flächendeckend, auf der selben Fläche wo dieser versagt hat. Echt schade um das geld. Absolut nicht empfehlenswert.
Produkt konnte ich noch nicht aussäen. Deshalb vorsichtige 3 Sterne.
*****
Schnelle Abwicklung, sehr gut verpackt, werde wieder bestellen.
Sieht sehr gut aus bisher, für eine abschließende Bewertung ist es jedoch noch zu früh.
Das Produkt überzeugt mich total.
Leider sind sehr viele Rasensamen nicht aufgegangen.
Gute Qualität, sehr gute Keimfähigkeit. Ob der Rasen das bringt was er verspricht, sieht man erst im 2. Sommer, noch ist er gerade gekeimt.
Aus den Beschreibungen der unterschiedlichen Rasensamen habe ich diese Sorte ausgewählt, da sie mir genau auf meine Anforderungen zu passen scheint. Den Samen habe ich vor gut 2 Wochen am 19.09.2020 ausgesät und mittlerweile beginnen die einzelnen Flächen grün zu werden. Wie der junge Rasen den Winter und zukünftige Dürreperioden übersteht kann ich heute nicht beurteilen. Eine abschließende Produktbewertung kann ich daher jetzt noch nicht abgeben, in einem Jahr denke ich mich dazu äußern zu können.
Der Grassamen ist gut angegangen. Langzeiterfahrungen liegen noch nicht vor. Mal schauen ob der Rasen die nächste Trockenperiode übersteht.
Produkt sehr gute Qualität
Sehr gute Ware. Läuft schnell und gleichmäßig auf.
Top Produkt
Wächst auch im Schatten, wo andere Mischungen versagen, nach kurzer Zeit sehr dicht.
Höchste Punktezahl
Sehr zufrieden
Wir haben die Corona-Zeit genutzt und unseren Garten neu gestaltet. Für einige Flächen habe ich diesen Rasen angesät. Nun, nach rund fünf Wochen ist ein schöner neuer Rasen entstanden. Derzeit ist er noch sehr fein, aber das ist ja normal.
Nicht zu empfehlen
Nach 3 Wochen regelmäßiger Bewässerung waren vereinzelt ein paar Hälmchen zu sehen. Ansonsten ist sehr viel Unkraut dabei. Bei dem Preis erwarte ich definitiv was anderes...
Gute Qualität
Ich habs letztes Jahr ein paar Mal mit anderen Mischung probiert. Ergebnis war eher mau, wenn auch nciht schlecht. Das war mir aber zu wenig. Mit der RSM-Mischung hat es dann im Herbst sehr gut geklappt. Jetzt sieht der Rasen immer noch gut nach dem "Winter" aus und ich werde eine weitere Fläche damit begrünen!
Produkt( Trockenheitsresistenter Rasensamen) machteinen guten Eindruck und wird im nächsten Jahr bei uns als Nachsaat eingesetzt werden, Klimawandel sei Dank....
Rasen sieht sehr gut aus.
Wie gut der Samen wirklich ist,kann ich erst nach einer längeren Trockenheit bewerten.
Hochwertiger Rasen für trockene Gegenden und sonnige Gärten.
Als Nachsaat
Ersatzansaat für trockene sonnige Standorte
Top 1 A
Wir haben auf unser etwas höher gelegenen Fläche echt viel probiert, aber der Greenfield Gebrauchsrasen ist der einzige der richtig angegangen ist. Absolut zufriedenstellend und ich kann es nur jedem weiter empfehlen
Klasse
Die RSM-Mischungen sind super. Man merkt schon beim Blick in die Tüte das dort Experten am Werk sind. Außerdem keimen die echt gut und unser Rasen sah nach kurzer Zeit aus wie ein Fussballstadion
Die genaue Sortenzusammensetzung dieser Mischung pflegen wir gerade nach - sobald uns die aktuelle Charge vorliegt, ergänzen wir hier die einzelnen Sorten. Die unten dargestellte Artenzusammensetzung entspricht den Herstellerangaben.
In diesem Bereich finden Sie Details zur Zusammensetzung der angebotenen Rasenmischung, unterteilt nach Arten und Sorten. Als derzeit einziger Anbieter, verknüpfen wir von www.rasensamen-kaufen.de die enthaltenen Gräsersorten mit den Ergebnissen der Rasenprüfung des Bundessortenamts. Klicken Sie hier um mehr darüber zu erfahren woher diese Daten kommen und was Sie bedeuten.
weiterlesen...Rasenmischungen werden in den allermeisten Fällen als Zusammensetzung verschiedener Sorten, ein- oder mehrerer Arten angeboten.
Arten sind unterschiedliche Gräser, z.B. Lolium Perenne (Deutsches Weidelgras) und Poa pratensis (Wiesenrispe).
Jede Art, verfügt über einige charakteristische Eigenschaften, wie z.B. der schnelle Wuchs und die hohe Strapazierfähigkeit von Lolium perenne.
Sorten sind die unterschiedlichen Züchtungen innerhalb einer Art, so gibt es z.B. mehr als 100 zugelassene Sorten der Art Lolium perenne.
Die Sorten einer Art teilen sich somit die grundsätzlichen Eigenschaften der Art, unterscheiden sich aber im Detail und abhängig vom Züchtungsziel teils stark voneinander. Diese Züchtungsziele können z.B. sein:
- besonders helle, oder besonders dunkle Färbung.
- hohe Blattfeinheit und Narbendichte.
- besonders hohe Strapazierfähigkeit für den Einsatz in Sportrasen.
- langsamer Wuchs bei hohem Deckungsgrad für den Einsatz im Landschaftsrasen.
- und viele mehr.
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In Deutschland übernimmt diese Aufgabe das Bundessortenamt (BSA)
Das Bundessortenamt ist zuständig für die Erteilung von Sortenzulassungen und Sortenschutz. Vereinfacht gesagt: wer in Deutschland eine neue Sorte Saatgut in Verkehr bringen möchte, muss hierzu eine Sortenzulassung vom Bundessortenamt erlangen. Damit eine neue Sorte zugelassen wird, muss die neue Sorte Verbesserungen gegenüber bestehender Sorten aufweisen können, andernfalls wird sie nicht zugelassen.
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Das Bundessortenamt nimmt hierzu alle 2 Jahre eine Reihe von Prüfungen von Rasengräsern vor und veröffentlicht die Ergebnisse in der "Beschreibenden Sortenliste Rasengräser".
Die Gräser werden dabei auf verschiedene Kriterien getestet und auf einer Skala von 1- 9 bewertet, wobei hohe Werte die wünschenswerten Ausprägungen bedeuten.
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Die in den folgenden Gruppen getesteten Raseneigenschaften sind im wesentlichen immer die gleichen, der Unterschied liegt in der Art der Nutzung.
Zur Verdeutlichung: Die Narbendichte einer Sorte kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem ob sie kaum (im Landschaftsrasen), regelmäßig (im Gebrauchsrasen) oder stark (im Strapazierrasen) bzw. unter Tiefschnittbedingungen belastet und gepflegt wird.
- Prüfung auf Gebrauchsraseneignung
Alle Rasengräser werden dieser Prüfung unterzogen.
- Ergänzende Prüfung auf Strapazierraseneignung
Getestet werden nur die grundsätzlich für die Strapazierrasennutzung geeigneten Arten.
- Tiefschnittraseneignung
Getestet werden nur die grundsätzlich für den Tiefschnitt geeigneten Arten.
- Ergänzende Prüfung auf Landschaftsraseneignung
Getestet werden die meisten, wenn auch nicht alle Arten.
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Anhand der erzielten Rasenbewertungen, leitet das Bundessortenamt nun je nach Gruppe die sogenannten Eignungen ab.
Bei den Bewertungen der Eignungen, wird zudem die Art der getesteten Sorte berücksichtigt, da einige Arten per se besser für z.B. Strapazierrasen geeignet sind als andere.
- Eignung im Gebrauchsrasen (und Eignung im Zierrasen).
- Eignung im Strapazierrasen
- Eignung im Landschaftsrasen
- Eignung im Tiefschnittrasen
Die erreichten Eignungen sind zum einen natürlich von großer Bedeutung für den Züchter, aber auch für den interessierten Verbraucher interessant.
So sehen die Vorgaben bei Regelsaatgutmischungen bestimmte Mindesteignungen je Art vor, in einer Regelsaatgutmischung 2.3 - Gebrauchsrasen Spielrasen, müssen Beispielsweise mindestens 2 Sorten Lolium perenne enthalten sein, wovon eine mindestens die Gebrauchsraseneignung 6, die andere mindestens die Gebrauchsraseneignung 7 aufweisen muss.
Besonders erfolgreiche Züchtungen, also Sorten die viele wünschenswerte Eigenschaften und hohe Eignungsbewertungen miteinander verbinden, sind natürlich dementsprechend hochpreisiger. Wenn Sie sich also schon mal gefragt haben, woher die Preisunterschiede bei Rasensamen kommen, oder "warum das Gras auf der anderen Seite immer etwas grüner ist", - die Antwort liegt zumeist in den verwendeten Sorten.
| Zusammensetzung nach Arten | |
|---|---|
| 70% |
Rohrschwingel
Der Rohrschwingel ist das trockenheitstoleranteste Rasengras im gaengigen Sortiment und übersteht Hitzeperioden deutlich besser als Deutsches Weidelgras oder Wiesenrispe. Wuchsform: kräftiges, horstig wachsendes Obergras mit breitem, derbem und glänzendem Blatt sowie einem tief reichenden, kräftig verzweigten Wurzelsystem, das bis weit in den Unterboden vordringt und Wasserreserven dort erschließt, wo andere Arten bereits versagen. Die zentrale Einschränkung: Das Blatt ist deutlich breiter und derber als bei den klassischen Rasengraesern, die Narbe wirkt im Vergleich zum Zierrasen etwas grob. Eingesetzt wird die Art vor allem in Mischungen für Trockenrasen, Sport- und Strapazierrasen auf sonnenexponierten Standorten, Böschungen sowie in modernen Hausgarten-Trockenrasen, in denen Hitzesommer ein wiederkehrendes Thema sind. Auch in Landschaftsrasen ist sie als belastbare, pflegearme Komponente etabliert. Weniger geeignet ist sie für feinblättrige Zierrasen, Golf-Greens und tief geschnittene Spielrasen, da die Blattbreite und der derbe Habitus dem Anspruch nicht genuegen. Bei Hitze rollen sich die Blätter ein und reduzieren die Verdunstung. Barfusstauglich, aber spürbar derber als ein klassischer Weidelgras-Wiesenrispe-Rasen. Die Pflege ist unkompliziert: Schnitt alle 7 bis 14 Tage auf 4 bis 6 cm, in heißen Phasen wird der Schnitt eher hoch gehalten, um die Beschattung des Bodens zu erhalten. Mähroboter werden vertragen, sollten aber wegen der kräftigen Halme bei guten Schnittmessern eingesetzt werden. Der Nährstoffbedarf ist mittel, zwei Düngergaben pro Jahr reichen im Hausgarten in der Regel aus. Wasserbedarf vergleichsweise gering, bewässert wird durchdringend und selten, damit die Wurzeln tief in den Boden wachsen können. Typischer Anlege-Fehler: zu kurze Pflegeschnitthöhe in der Annahme eines Weidelgras-Bestands - der Rohrschwingel verdankt seine Trockenheitstoleranz unter anderem dem hoher gehaltenen Aufwuchs. Erster Schnitt nach etwa 5 bis 7 Wochen bei 10 bis 12 cm Bestandshöhe, vorsichtige Begehung nach rund 8 Wochen, voll trittfest nach etwa 4 Monaten. Keimdauer ca. 10-14 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 10-12 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 4-6 cm. Festuca arundinacea
|
| 20% |
Wiesenrispe
Die Wiesenrispe gehoert zu den drei tragenden Rasengraesern im deutschen Markt und ist das klassische Strukturgras für Flächen, die über Jahre belastbar bleiben sollen. Ihre Besonderheit sind die unterirdischen Ausläufer (Rhizome), mit denen sie kahle Stellen und Trittschäden selbständig wieder schließt - eine Eigenschaft, die kein anderes der wichtigen Rasengraeser in dieser Form mitbringt. Im Gegenzug entwickelt sie sich langsam: Die Keimung dauert zwei bis vier Wochen, die volle Belastbarkeit erreicht der Bestand erst nach rund einem halben Jahr. In frisch eingesaeten Mischungen tritt der Wiesenrispen-Anteil häufig erst in der zweiten Saison deutlich hervor. Eingesetzt wird sie überall dort, wo eine Fläche dauerhaft beansprucht wird: Hausgartenrasen mit Kindern und Hund, Spiel- und Sportplaetze, Stadionrasen sowie strapazierfähige Gebrauchsrasen. Auch in extensiven Landschaftsrasen ist sie als langlebige Komponente etabliert. Weniger geeignet ist sie für tiefen Baumschatten, dauerhaft staunasse Mulden und sehr magere Sandboeden ohne regelmäßige Nährstoffversorgung. Optisch zeigt sie mittelbreite, mittel- bis dunkelgrüne Blätter mit der für Rispengraeser typischen Bootspitze - angenehm zu betreten, jedoch nicht so feinblättrig wie ein reiner Zierrasen. Die Pflege ist unkompliziert: Geschnitten wird alle 7 bis 14 Tage auf eine Höhe von 3,5 bis 5 cm, in heißen Sommerphasen wird der Schnitt eher hoch gehalten. Mähroboter werden problemlos vertragen. Der Düngebedarf liegt im mittleren Bereich; eine Gabe im Frühjahr und eine im Spätsommer reichen im Hausgarten in der Regel aus. Hitzeperioden übersteht die Wiesenrispe vergleichsweise gut, da die Rhizome Wasser und Nährstoffe einlagern und Trockenphasen überbrücken - bewässert wird daher seltener und dafür durchdringend statt häufig und oberflächlich, damit die Wurzeln in die Tiefe wachsen. Häufigster Anlege-Fehler: zu tiefe Saat - die feinen Samen benoetigen Lichtkontakt und werden nur leicht in die Oberfläche eingearbeitet. Der erste Schnitt erfolgt etwa 6 bis 8 Wochen nach der Aussaat bei einer Bestandshöhe von 8 bis 10 cm; eine vorsichtige Begehung ist nach rund 8 Wochen möglich, voll trittfest ist die Fläche nach etwa 6 Monaten. Keimdauer ca. 14-28 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 12-15 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 3,5-5 cm. Poa pratensis
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| 10% |
Deutsches Weidelgras
Das Deutsche Weidelgras ist neben Wiesenrispe und Rotschwingel das wichtigste Rasengras im deutschen Markt und in nahezu allen Strapazier-, Sport- und Spielrasenmischungen die führende Komponente. Es ist ein horstwüchsiges Obergras mit schmalem bis mittelbreitem, auf der Unterseite glänzendem Blatt und meist dunkelgrüner Farbe, das sehr schnell keimt, sich konkurrenzstark entwickelt und eine außerordentlich trittfeste Narbe bildet. Die zentrale Einschränkung gegenüber der Wiesenrispe: Es bildet keine Ausläufer und kann Trittschäden daher nicht selbsttätig schließen - kahle Stellen müssen nachgesaet werden. Eingesetzt wird die Art überall dort, wo eine Fläche schnell etabliert und intensiv genutzt werden soll: Hausgartenrasen, Sport- und Stadionrasen, Spielplätze, Strapazierrasen unter starker Trittbelastung. Auch in Schnellbegrüner-Komponenten und in Regenerationsmischungen ist sie als Hauptart vertreten. Weniger geeignet ist sie für tiefen Baumschatten, sehr trockene Magerstandorte und exponierte Höhenlagen mit strengen Wintern, weil sie in der Regel etwas frostempfindlicher ist als Wiesenrispe oder Rotschwingel. Optisch zeigt sie ein mittelbreites, dunkelgrünes Blatt mit deutlichem Glanz auf der Unterseite und wird unter Tiefschnitt-Pflege auch für Golf-Fairways verwendet, barfusstauglich, aber nicht so feinblättrig wie ein reiner Zierrasen. Die Pflege ist unkompliziert: Schnitt alle 5 bis 10 Tage auf 3 bis 5 cm, in heißen Sommerphasen wird der Schnitt eher hoch gehalten. Mähroboter werden problemlos vertragen und passen besonders gut, weil das häufige, geringe Abschneiden die Narbendichte fördert. Der Nährstoffbedarf ist mittel bis hoch, drei Düngergaben im Jahr (Frühjahr, Sommer, Spätsommer) sind im Hausgarten üblich. Wasserbedarf liegt im mittleren Bereich, bewässert wird durchdringend und seltener statt häufig und oberflächlich, damit die Wurzeln in die Tiefe wachsen. Typischer Anlege-Fehler: zu tiefe Saat - die Samen werden nur leicht in die Oberfläche eingearbeitet. Der erste Schnitt erfolgt etwa 3 bis 4 Wochen nach der Aussaat bei 8 bis 10 cm Bestandshöhe; eine vorsichtige Begehung ist nach etwa 4 Wochen möglich, voll trittfest ist die Fläche nach rund 3 Monaten. Keimdauer ca. 7-14 Tage. Optimale Bodentemperatur ab 8-10 Grad Celsius. Schnitthöhenbereich 3-5 cm. Lolium perenne
|
Gewichtete Mittelwerte der wichtigsten Eigenschaften dieser Gebrauchsrasenmischung
Quelle:
Bundessortenamt (BSA)
Alle Angaben ohne Gewähr.
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